Heribert Rau (1813–1876)

6 Sprüche Romantik

Ach! und es ist so schön, geliebt zu werden; lernt man doch erst recht, Liebe zu verdienen, wenn man sie geschenkt bekommt.

Rau, Jean Paul. Culturhistorisch-biographischer Roman in vier Theilen, 1861

Liebe ist der Grund unseres Daseins, sein Zweck und sein Ziel. Nur durch die Liebe lernen wir uns selbst, Welt und Leben verstehen.

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Die Ehe ist unbedingt der wichtigste Schritt des Lebens. Wehe daher allen, die bei diesem Schritt – den Schwächen und Leidenschaften ohnedem so oft irreleiten – Vernunft und Herz nicht hören! Aber hundertmal 'Wehe!' über diejenigen, die als eine bloße Konvenienz, als eine bloße Spekulation betrachten, was tiefer als alles andere in das innerste Leben eingreift und so leicht seine zartesten Fäden zerschneiden kann! Ehen, geschlossen um Geldsäcke oder Ahnen zusammen zu bringen, sind Ausgeburten der Unnatur. Menschenherzen sind keine Ware, ... die Natur hat sie zu Edlerem, zu Größerem, zu Höherem bestimmt!

Rau, Der Fluch unserer Zeit. Sitten-Roman in 2 Theilen, 1863

Wohin haben nicht schon in der Ehe Eitelkeit, Gefallsucht und Leichtsinn geführt! Ist hier nicht - wie überhaupt in der Liebe - auch ein kleiner Fehltritt schon tausendmal zur furchtbaren Lawine geworden?

Rau, Der Fluch unserer Zeit. Sitten-Roman in 2 Theilen, 1863

Den Denker, den Wissensdurstigen, beseelt die Idee der Wahrheit.

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Wessen Seele fähig ist, sich auf den Schwingen einer reinen poetischen Weltanschauung über die Trivialitäten des Lebens zu erheben, der geht nie verloren.

Rau, Beethoven, ein Künstlerleben. Kulturhistorisch-biographisch geschildert, 4 Bde., 1859