In schwachen Naturen verhungert die Liebe, wenn die Eitelkeit keine Nahrung bekömmt.
Man wird geboren, um für andere zu leben. Das ist der große Wucherprozeß der Natur, die für das klägliche Darlehen des Lebens, das sie gibt und immer zu bald zurückfordert, in Pflichten und Tätigkeiten tausendfache Verzinsung verlangt.
Das Schicksal ist ein Wirbelwind, ein armes Blatt, das Menschenkind. Er treibt's zu Tal, er hebt's zum Hügel – das Blättchen rühmt sich seiner Flügel.
Zu spät Was soll dem Hoffnungslosen Der Zauber im Gemüt? Ach! meines Lebens Rosen Sind alle schon verblüht. Mir wend' nicht zu dein bleiches, Dein holdes Angesicht, Das Glück ist ein zu reiches, Von dem dein Anblick spricht. Mir war's als süße Treue Dein feuchtes Aug' verhieß, Ich säh' des Gottes Reue, Der mich ins Elend stieß.