Hildegard von Bingen (1098–1179)

70 Sprüche Mittelalter

Von der Tiefe bis hoch zu den Sternen durchflutet Liebe das All.

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Ich, die Liebe, bin aller Grüne ein milder Hauch, indem ich Blüte und Frucht aller Tugendkraft hervorbringe und sie in den Gesinnungen der Menschen festlege und aufbaue.

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Die Liebe ist es: in der Kraft der unvergänglichen Gottheit, von auserlesener Schönheit … Sie erscheint in Gestalt eines Menschen, weil der Sohn Gottes, als er sich mit dem Fleische bekleidete, den verlorenen Menschen im Dienst der Liebe erlöste.

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Die Liebe ist ein nie verlöschendes Feuer.

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Die Liebe ist in allen Dingen gleichsam die Seele und das Auge. In dieser Liebe schließt sich der Lauf der Welt. Liebe ist die volle Wirklichkeit des Guten.

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Die Liebe vernichtet alles Böse und macht frei von aller Angst.

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Pflege das Leben, wo du es triffst.

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Wisse die Wege, erkenne deinen eigenen Weg durch die Welt und hin zu Gott.

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Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt: die Seele, den Leib und die Sinne.

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Der Mensch muß sich aber hüten, durch zu viel Arbeit seinen Leib zu töten.

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Wenn sich die verschiedenen Gedanken eines Menschen im Zustand der Rohheit niederschlagen, durch Nachgiebigkeit, Leichtfertigkeit und schlüpfrige Eitelkeit ausbreiten, dann neigen sie in diesem Leichtsinn dazu, die Gerechtigkeit in jenem Menschen zu ersticken.

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Achte mit Sorgfalt darauf, daß durch die Wechselhaftigkeit deiner Gedanken die grünende Kraft, die du von Gott hast, in dir nicht dürr wird.

Hildegard von Bingen, Briefe

Zwischen den Eheleuten herrsche aufrichtige Treue und reine Liebe in Gotteserkenntnis.

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Gott kann nicht geschaut werden, sondern wird durch die Schöpfung erkannt.

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Die gesamte Schöpfung, die Gott in der Höhe wie in den Tiefen gestaltet hat, lenkte er zum Nutzen des Menschen. Und wie die Geschöpfe dem Menschen für seine leiblichen Bedürfnisse zu dienen haben, so sind sie auch nicht weniger zum Heil seiner Seele bestimmt.

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Als nun das Wort Gottes erklang, da erschien dieses Wort in jeder Kreatur, und dieser Laut war das Leben in jedem Geschöpf. Aus dem gleichen Wort heraus wirkt des Menschen Geist die Werke, aus dem gleichen Laut bringt die Vernunft ihre Werke tönend, rufend oder singend hervor.

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Und weil er Gott ist, hat er die Liebe eines gütigen Vaters zu seinen Kindern. Von solcher Art ist nämlich seine liebende Herzenszuneigung zu den Menschen, daß er seinen Sohn ans Kreuz schickte.

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Die Barmherzigkeit Gottes beugt sich in liebevollem Mitleiden zu den Menschen.

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Er, der Mensch, nähere sich Gott durch das von ihm aufgestellte Gesetz, und er wird ihn finden. Es wird ihm die Speise des Lebens und das heilbringende Wasser gereicht, sodaß er ferner weder Hunger noch Durst leidet.

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Durch das herzliche väterliche Erbarmen geschieht Erlösung.

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In all diesen Dingen sei du die gute Erde.

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