Zufällig
Zufälliger Spruch von Hugo Zuckermann
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Zeitlied Es war eine Zeit, Da ich mein Leid Liebte, Weil mir kein Lieb Übrig blieb Als meine betrübte Seele, die leidgeübte. Es gab eine Zeit, Da ich die Einsamkeit Zu mir lud Zu Gaste Und alles Zweisein haßte. Ich trug nur verblaßte Bänder am Hut. Es war eine Zeit, Da mich würgte der Neid, Wie ein enges Kleid. Doch nachts, wenn der Gram Zu mir kam, Hab' ich ihn wie ein Kind Gewiegt, Das im Fieber liegt Und sich bangt vor dem bösen Wind. Dann kam die Zeit, Die du geweiht Mit deinen Küssen, Wo aus Finsternissen Ein neues Leben Morgenrot mait. Einst kommt die Zeit Der reifenden Reben, Zeit des Erfüllens, Des siegenden Willens, Der Zeitüberwinder, Der seligen Sünder — —: Sei bereit!
Zuckermann, Gedichte, Wien 1915
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zukunft