Liebeserklärung eines Kraftgenies Ha, wie rudert meine ganze Seele Nun in der Empfindung Ozean? Laute Seufzer sprengen mir die Kehle, Die man auf zehn Meilen hören kann. Gleich Kanonenkugeln rollen Thränen Aus den beiden Augenmösern mir: Erd' und Himmel bebt bei meinem Stöhnen, Und ich brülle schluchzend – wie ein Stier. Wetterstürme der Empfindung treiben Mich ost-, west- und süd- und nordenwärts: Meine Seele hat in mir kein Bleiben, Und es blitzt und donnert mir das Herz. Ach! ich muß, ich muß im Sturm versinken! Rette mich, großmüth'ge Seele, doch! Ich beginne schon den Tod zu trinken, Sieh, mein Lebensnachen hat ein Loch!
Wunder der Liebe Liebe traf mich, meine Augen weinen, Und im Herzen brennt ein wüthend Feuer mich, Durch der Liebe Allgewalt vereinen Elemente selbst zu meinen Qualen sich. Ach! vergebens brennet meine Flamme, Fruchtlos netzen Thränen mein Gesicht, Thränen, warum löscht ihr nicht die Flamme? Flamme, warum trocknest du die Thränen nicht?
Unser langgepries'nes Leben Ist ein einz'ger Augenblick, O genieß' ihn! Götterkräfte geben Dir ihn nimmermehr zurück.