Johann Gaudenz von Salis-Seewis (1762–1834)

7 Sprüche Klassik

Liebet! Die Lieb' ist der schönste der Triebe, Weiht nur die Unschuld die heilige Glut. Aber dann liebt auch mit weiserer Liebe Alles, was edel und schön ist und gut.

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Lebensweisheit sucht ihr Glück nur im engen Kreise.

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Nur in schwülen Prüfungsstunden, Sproßt die Palme, die den Sieger krönt.

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Hoffnung ist Labsal dem wundesten Herzen.

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Ins stille Land! Wer leitet uns hinüber? Schon wölkt sich uns der Abendhimmel trüber, Und immer trümmervoller wird der Strand. Wer leitet uns mit sanfter Hand Hinüber, ach! hinüber Ins stille Land? Ins stille Land! Zu euch, ihr freien Räume Für die Veredlung! Zarte Morgenträume Der schönen Seelen! künft'gen Daseins Pfand. Wer treu des Lebens Kampf bestand, Trägt seiner Hoffnung Keime Ins stille Land. Ach Land! ach Land! Für alle Sturmbedrohten Der mildeste von unsers Schicksals Boten Winkt uns, die Fackel umgewandt, Und leitet uns mit sanfter Hand Ins Land der großen Toten, Ins stille Land.

Salis-Seewis, J. G., Gedichte

Öffnet die Seele - dem Licht der Freude, Horcht! ihr ertönet des Hänflings Gesang. Atmet! sie duftet im Rosengestäude, Fühlet! sie säuselt am Bächlein entlang.

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Verwandte Seelen verstehen sich ganz!

Salis-Seewis, J. G., Gedichte. Aus: Sehnsucht nach Mitgefühl (An Matthisson)