Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827)

67 Sprüche Aufklärung

Der Mensch muß das Recht suchen und das Glück kommen lassen.

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Das Glück, das hinter der Not kommt, ist ein tröstender Engel. Das Glück, das vor der Not kommt, ist ein verführender Teufel.

Pestalozzi, Die Kinderlehre der Wohnstube, 1782

Um glücklich zu sein, fordert es beim Menschen nicht bloß, daß er wohl versorgt sei, sondern auch, daß er glaubt, er sei's.

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 9 vom 28. Februar 1782

Die Kraft des Menschen ist das einzige wahre Fundament seines Glückes. […]

Pestalozzi, Zweites Zehntenblatt, 1799

Einzelnen Glückskindern regnet freilich zuzeiten das Glück zum Dach hinein, Völker und Nationen sind und werden im allgemeinen nie glücklicher, als sie es verdienen.

Pestalozzi, An die Unschuld, den Ernst und den Edelmut meines Zeitalters und meines Vaterlandes, 1815

Die Liebe hat eine göttliche Kraft, wenn sie wahrhaft ist und das Kreuz nicht scheut.

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Gott ist nahe, wo die Menschen einander Liebe zeigen.

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Der Glaube ist Liebe. Und wo Liebe ist, da hat Gott sein Heiligtum.

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Liebe ist das Band, das den Erdkreis verbindet.

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Ein jedes Werk, das nicht auf Liebe gegründet ist, trägt den Keim des Todes in sich und geht seinem Ruin entgegen.

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Liebe ist das einzige, das ewige Fundament der Bildung unserer Nation zur Menschlichkeit.

Pestalozzi, Neujahrsrede 1809

Versucht die Liebe, die eure Pflicht ist!

Pestalozzi, Über Gesetzgebung und Kindermord, 1783

... weihe dem Mann eine Träne, der für die Liebe geschaffen; niemand erwidert ihm das Bedürfnis seines Herzens und er ist zum Leiden geschaffen.

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 42, Epistel über die Freundschaft an Phryne, 17. Oktober 1782

Die menschliche Natur ist so anhänglich an die Vorzeit als an die Liebe.

Pestalozzi, Ja oder Nein? Über die Ursachen der Französischen Revolution, 1793

Das Leben bildet.

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Und es ist eine große tröstende Wahrheit, auch der Allerelendeste ist fast unter allen Umständen fähig, zu einer alle Bedürfnisse der Menschheit befriedigenden Lebensart zu gelangen.

Pestalozzi, Bruchstück aus der Geschichte der niedrigsten Menschheit, 1778

Das Leben bildet und das bildende Leben ist nicht Sache des Wortes, sondern der Tat, es ist »Tatsache«.

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Zu meinem Lebenswerk war niemand unfähiger als ich, ich benötigte ungeheures Geld und hatte nicht einmal geheueres, aber wie das Vöglein vom himmlischen Vater unerwartet seinen Bedarf zugebröckelt bekommt, so ward auch mir das Nötige.

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Wäge doch, Menschheit, wäge doch den Wert des Lebens auf dem Todbette des Menschen!

Pestalozzi, Lienhard und Gertrud, 4 Bde., 1781-87

Wer zu schnell lebt, stirbt unter den Balken des Strohdaches wie auf den Wogen des Meeres vor der Zeit.

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 25 vom 20. Juni 1782

Leben zu lernen ist der Endzweck aller Auferziehung; – auf verschiedene Art leben zu müssen ist das Schicksal der Menschheit und es in seiner Lage nicht zu können und nicht recht gelernt zu haben das größte Unglück aller Stände.

Pestalozzi, Ein Schweizer-Blatt (Wochenschrift), 1782. Nr. 23 vom 6. Juni 1782