Jules Renard (1864–1910)

23 Sprüche Realismus

Das Glück ist auch aus Opfern gemacht. Wann werden Sie sich opfern?

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Es genügt nicht, glücklich zu sein; es gehört auch dazu, dass andere unglücklich sind.

Renard, Ideen, in Tinte getaucht (aus den Tagebüchern 1887-1910), 1925

Wenn ein Mensch sagt: "Ich bin glücklich", so meint er einfach: "Ich habe keine Sorgen, die mich berühren."

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Man ist nicht glücklich: Unser Glück, das ist das Schweigen des Unglücks.

Renard, Journal, 1887-1898

Unglück, also Pech zu haben, ist ärgerlich, doch Glück, also Dusel zu haben, ist irgendwie beschämend.

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Das Leben ernst nehmen wie eine Posse.

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Wenn ich das Leben noch einmal leben könnte, würde ich es wieder so wollen, wie es war. Ich würde nur mit offenen Augen durchs Leben gehen.

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Das Leben ist kurz, aber die Langeweile verlängert es.

Renard, Journal, 1887-1898

Es gibt keine Freunde, es gibt nur Momente der Freundschaft.

Renard, Journal, 1905-1910. Übers. Internet

Jeder Mensch hat Zeiten, wo ihm alles gelingt. Aber das braucht niemanden zu erschrecken – das geht schnell vorüber.

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Um Erfolg zu haben, muss man Wasser zum Wein mischen, bis kein Wein mehr da ist.

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Die Angst vor der Langeweile ist die einzige Entschuldigung für die Arbeit.

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"Verlorene Zeit lässt sich nie wieder aufholen." "Auch gut, dann tun wir eben weiterhin nichts."

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Haben wir ein Schicksal? Sind wir frei? Wie ärgerlich, das nicht zu wissen! Wieviel Ärger aber erst, wüssten wir es.

Renard, Ideen, in Tinte getaucht (aus den Tagebüchern 1887-1910), 1925

Das Altern fängt in dem Moment an, wo wir sagen: Noch nie habe ich mich so jung gefühlt.

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Gott ernähret die Vögel unter dem Himmel – und im Winter lässt er sie verhungern.

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Ich weiß nicht, ob Gott existiert; aber für sein Ansehen wäre es besser, wenn es ihn nicht gäbe.

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Es bekommt der Wahrheit gut, wenn man einige Jahre verbracht hat, ohne sie zu finden.

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Hunderttausend Seelen – wie viele Menschen mögen das sein?

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Seine Seele? Eine Luftblase in einer Fleischkugel!

Renard, Ideen, in Tinte getaucht (aus den Tagebüchern 1887-1910), 1925

Ein Volk sollte den Krieg fürchten wie der Einzelne den Tod.

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