Julius Hammer (1810–1862)

5 Sprüche Romantik

Je öfter wir Sterbende sehen, desto mehr lernen wir für das Leben. Im Tode ist das Leben enthalten – dieses ist ein verschlossenes Gefäß, jener der Schlüssel dazu. Shakespeare sagt: "Beachtet wird da Leben erst zuletzt!"

Hammer, Adlig und Bürgerlich. Novelle, 1838

Die Nadel hat ein Aug', und doch mag sie nur stechen; Ahm' ihr nicht nach, wenn du an Freunden siehst Gebrechen.

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Wer sich der Weisheit rühmet, der prahlt mit einem Licht, das er nicht hat, denn Weisheit, die wahre, rühmt sich nicht.

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Hat dich ein bittres Leid getroffen, So scheue nicht ein doppelt Müh'n; Am schönsten pflegen Trost und Hoffen Im Schweiß der Arbeit aufzublühn.

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Willst Gutes du und Schönes schaffen, Das lebensvoll das Leben mehre, Mußt du dich ernst zusammenraffen Und darfst nicht scheu'n der Arbeit Schwere. Da hilft kein Schwärmen bloß und Hoffen, Kein Traum von künftiger Entfaltung; Nein, ringen mußt du mit den Stoffen, Und stark sie zwingen zur Gestaltung.

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