Glück kann man nicht heucheln.
Früchte reifen an der Sonne, Menschen reifen durch die Liebe.
Was nicht Aus deinem Herzen stammt, Das dringt auch nicht zum Herzen – Das Licht, Das dir im Auge flammt, Es leuchtet sehr Und zündet mehr Als hunderttausend Kerzen!
Schmerz adelt – Liebe heiligt.
Gerader Blick und leises Erröten – das ist die Geburt der Liebe! Reiner Einklang der Herzen – das ist Liebe. Ganz miteinander gehen im Fühlen und im Leben – das ist Liebe. Auge in Auge, Seele in Seele – das ist Liebe in Liebe. Liebe ist immer Ganzbeziehung des einen Menschen zum andern.
Wahre Liebe – das ist der Gruß des Himmels an die Erde.
Liebe ohne Weisheit ist wohl denkbar, aber nicht Weisheit ohne Liebe.
Es ist ein großes Geheimnis, daß die Liebe der wahren Sachlichkeit und Sachlichkeit der wahren Liebe völlig entspricht.
Liebe Nach Liebe dürstet mein Herz, nach Liebe sehnt sich mein Mut, nach Liebe seufzet mein Mund: O Liebe, komm! Die Sonne freuet mich nicht, der Mond erquicket mich nicht, die Sterne locken mich nicht: Weil Liebe fehlt! In Trauern lebe ich hin, in Tränen schmachte ich hin, in Trübsal sterbe ich hin: Bis Liebe naht!
Lebendiges kommt nie aus der Retorte.
Von Herzen geht, Zum Herzen kommt Das Leben.
Wer aus einer Quelle trinken will, muß sich bücken; wer sich nicht bücken will, der muß verdursten – hierauf beruht das Elend aller hochmütigen, aller verhärteten Seelen.
Erst im lauteren Dienst am Werk und Gedanken wächst der Mensch zu wahrhaft freier Größe.
Die rechtmäßige Gattin der Bildung aber ist die Religion.
Die Religion ist nichts oder sie ist das Erste.
Wer nicht stirbt, lebt nicht.
Das Seelische gehört überall an die Spitze. Erziehung ist zuerst und zuletzt Erziehung der Seele.
Wirklich alt ist nur der, der nicht mehr lernen kann oder will.
Ich sah von weitem Die Früchte leuchten In Gottes Garten – Wie war das schön!
Einer, der Gott leugnet, ist wie einer, der die Sonne leugnet; es wird ihm nicht viel helfen: sie scheint doch!
Ein französischer Bischof, zur Zeit Ludwigs XIV., besuchte ein vornehmes Haus und fragte dort den achtjährigen Sohn der Familie, einen aufgeweckten Jungen, indem er eine Orange aus einem Körbchen auf dem Tisch nahm: "Mein Kind, ich will dir diese Orange geben, wenn du mir sagst, wo Gott ist." — "Und ich, Herr Bischof, werde Ihnen den ganzen Korb voll Orangen geben, wenn Sie mir sagen, wo Gott nicht ist", erwiderte ihm der Knabe.