Ein jedes Glück ist demjenigen vergänglich, der nicht in sich selbst den Himmel trägt und schon aus sich allein die Quellen strömen läßt, die seinen Durst nach Seligkeiten stillen.
Positives Glück gibt es auf Erden nicht. Irdisches Glück heißt –: Das Unglück besucht uns nicht zu regelmäßig.
Ein ganzes Unglück verdrießt uns nicht so sehr, wie ein nur zur Hälfte eingetroffenes Glück.
Glück verbreiten wir nur da, wo wir nicht an unser eigenes denken.
Wahrhaftig ist doch nur das ein Glück, das sich mit andern teilen läßt.
Wenn man sich recht herzlich freut, daß jemand Glück hatte, so ist damit noch nicht gesagt, daß man ihm auch einräumen will, das Glück verdient zu haben.
Wem es nicht ein Bedürfnis geworden ist, glücklich zu sein, der wird es niemals werden.
Das durch Mühe erworbene Glück ist allein ein wohltuendes. Es gewährt zugleich die Behaglichkeit eines physischen Ausruhens.
Bewundern ist und Lieben eins beim Weib [...].
Jüngling, hast du ein Mädchenherz gefunden, das du liebst, so lass' es nicht unter die Räder deiner Entwickelung kommen!
Die Liebe der meisten Männer ist nichts, als eine Huldigung, welche sie sich selbst bringen.
Die Welt ist sehr arm an solcher Liebe, die nicht liebt, um wieder geliebt zu werden, die sich auch bewährt in der Demütigung, daß man sie nicht erhört.
Die erschlossene Knospe ist das Geständnis der Liebe! Nicht zu spät komm' es, auch auch nicht zu früh!
Nur die Liebe bedarf keines Buches. Sie liest die größten Schätze der Weisheit und der Wahrheit im Auge der Geliebten.
Die geheime Mischung von Liebe und Interesse kann kein Scheidekünstler der Welt in ihre Urbestandteile auflösen.
Nicht Gold, nicht Edelsteine können ein Weib wahrhaft glücklich machen, sondern nur das Gefühl, geliebt zu werden, und darin sind sie alle gleich, die Vornehmen und Geringen, die Reichen und die Armen.
Die Liebe ist uns gegeben, den Tod willkommen zu heißen. Wir gehen so gern, löscht eine Kerze nach der andern aus.
Anatomisch genommen lieben wir nicht mit dem Herzen, sondern eben so, wie wir denken, nur mit dem Kopf. Darum sollte man nur da von einem »gebrochenen Herzen« sprechen, wo bereits die Saiten der Vernunft gerissen sind und der Geist sich in dunklen Wahn verhüllte.
Das Wort »Lieben« wird durch jeden Zusatz schwächer. "Ich liebe dich wie mein Leben!" – oder "Ich liebe dich sterblich!" – ist lange nicht so viel, wie das einfache: "Ich liebe dich!"
Die Liebenden quälen sich wechselseitig am meisten... und keiner wohl bereitet sich das Gift des Todes oft willenlos geflissentlicher als die, ... die sich das Leben sind!