Die Liebe ist die heftigste aller Leidenschaften, weil sie zugleich alle moralischen und physischen Gefühle des Menschen in Anspruch nimmt.
Wie die ganze Natur, so kann man auch das Leben, sowie alle Verhältnisse und Einrichtungen der Menschen in vier Jahreszeiten einteilen.
Viele haben bloß deswegen keine Freunde, weil ihr Herz unfähig ist, die Gefühle der Freundschaft mit gleichen zu erwidern.
Unwissenheit und Eigenliebe verleiten die Menschen, alle Ereignisse, welche ihnen unerwartet oder verderblich sind, außerordentlichen Ursachen zuzuschreiben.
Einseitigkeit ist der größte Fehler unserer Erziehung.
Gefühl und kalte Berechnung, ohne höhere Prüfung und Leitung, führen gleich weit ab vom Wege der Wahrheit und Tugend.
Der Krieg ist das größte Übel, das einem Staate, das einer Nation widerfahren kann. Es muß daher die Hauptsorge sein, alle nur immer mögliche Kraft gleich beim ersten Ausbruche aufzubieten, alles anzuwenden, damit derselbe so kurz als nur immer sein kann und bald auf die möglichst günstigste Art entschieden wird.
Der Krieg, sagt man, liegt in der Natur, sowie der Hang zum Bösen.
In vielen Fällen kann Charakter, der zum Handeln bestimmt, die Wissenschaft ersetzen, welche bloß Einsicht hervorbringt; die untätige Wissenschaft aber nie den wirkenden Charakter.
Wenige Menschen sind selbstständig genug, um ihren eigenen Weg zu gehen. Die Eitelkeit verleitet sie nachzuahmen, was Erfolg und Beifall hat, ohne zu prüfen, ob ihre Natur der gewählten Rolle zusagt.
Herrschsucht und Geiz sind Leidenschaften, welche nach Maß ihrer Befriedigung fortwährend zunehmen und am schwersten aufzuhalten und zu heilen sind, weil ihnen nicht sobald der Ekel entgegenkommt.