Leo Tolstoi (1828–1910)

148 Sprüche Romantik

Das Glück besteht nicht darin, daß du tun kannst, was du willst, sondern darin, daß du auch immer willst, was du tust.

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Solange das Leben da ist, gibt es auch Glück.

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Wenn du glücklich sein möchtest – lebe!

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Das Glück ist mit Müdigkeit und Muskelkater billig erkauft.

Tolstoi, Tagebücher. 1884

Willst du glücklich sein im Leben, dann sei es!

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Erst wenn jeder nicht nach irdischem Glück trachtet, sondern geistiges Glück erstrebt, das immer Opfer bedeutet und durch Opfer geprüft wird, erst dann ist das größte Glück aller gewährleistet.

Tolstoi, Tagebücher. 1889

Alle haben es gleich. Wie man in einem See an keiner Stelle die Wasseroberfläche höher oder niedriger machen kann als an anderen Stellen, so kann man auch das Glück nicht durch materielle Mittel vermehren oder vermindern.

Tolstoi, Tagebücher. 1893

Vermehrung des menschlichen Glücks wird nur durch Vermehrung der Liebe möglich.

Tolstoi, Tagebücher. 1903

Buddha sagt, das Glück bestehe darin, dem andern soviel Gutes als möglich zu tun. Bei oberflächlicher Betrachtung erscheint einem das sonderbar. Und doch ist es so. Glück ist nur möglich unter der Bedingung, daß man sich von allem persönlichen egoistischen Glück lossagt.

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Nichts ist wahrem Glück so sehr im Wege wie die Gewohnheit, etwas von der Zukunft zu erwarten.

Tolstoi, Tagebücher. 1853

Materielles Glück erwirbt man sich immer nur auf Kosten anderer. Geistiges Glück immer durch Beglückung anderer.

Tolstoi, Tagebücher. 1894

Ehe man vom Glück der befriedigten Bedürfnisse redet, sollte man entscheiden, welche Bedürfnisse das Glück ausmachen.

Tolstoi, Tagebücher. 1900

Unser Glück [...] ist wie ein Zugnetz im Wasser: wenn man's schleppt, bauscht es sich auf, daß man sich Wunder was für Hoffnungen macht, und zieht man's dann heraus, so ist nichts drin.

Tolstoi, Krieg und Frieden (Война и мир), 1862-69. 12. Teil, 12. Übersetzt von Hermann Röhl

Das beste Mittel, glücklich zu werden, ist, wie eine Spinne aus sich heraus nach allen Seiten ein Netz aus Liebe zu spinnen und mit dessen klebrigen Fäden alles einzufangen, was des Weges kommt.

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Du brauchst nur zu lieben und alles ist Freude.

Tolstoi, Tagebücher. 1910

Lieben können – heißt alles können.

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Die Menschen leben nicht davon, daß sie für sich selbst sorgen, sondern daß in den Menschen die Liebe ist.

Tolstoi, Ausgewählte Erzählungen für die Jugend, 1922. Wovon die Menschen leben XII

Mit Sachen kann man wohl ohne Liebe umgehen: man kann ohne Liebe Bäume fällen, Ziegel brennen, Eisen hämmern, mit Menschen aber kann man nicht ohne Liebe umgehen, ebenso wie man mit Bienen nicht ohne Behutsamkeit umgehen kann.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Mit Dir denke ich laut.

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Zu lieben ist Segen, geliebt zu werden Glück.

Tolstoi, Tagebücher. 1907

Wie ein Athlet auf die Vemehrung seiner Muskeln bedacht ist, so müssen wir auf die Vemehrung der Liebe oder zumindest die Verringerung von Bosheit und Lüge bedacht sein, dann gelängen wir zu einem erfüllten, frohen Leben.

Tolstoi, Tagebücher. 1898