Sorgenlos, das heißt nahrungssorgenlos leben zu können, das ist schon ein großes Glück [...].
Das Leben froh genießen, ist eine Kunst gar wert, Die Professorenweisheit, Magisterwitz nicht lehrt. Mußt sie vom Leben lernen, das lehrt ohn' Unterlaß, Dann wird das Universum dir Universitas.
Was ist des Menschen Denken? Ein Labyrinth voll Nacht! Was ist des Menschen Können? Ach, eines Kindes Macht! Was ist des Menschen Wissen? Von einem Meer ein Schaum! Was ist des Menschen Leben? Ein kurzer, bunter Traum.
Ein lauteres Gold ist Freundschaft, ein seltner Edelstein; Zwei Muschelschalen schließen die Wunderperle ein; Die Schalen sind zwei Herzen, die fest zusammenhalten; Wer ihren Hort will rauben, muß erst die Herzen spalten.
Im Zauberstrom der Wesenmutter Zeit Rollt Jahr auf Jahr nach unbekannten Fernen; Sie stürzen sich ins Meer der Ewigkeit, Wir stehn am Uferrand und lernen: Daß Alles endlich ist, von der Vergangenheit.
Thränen der Dankbarkeit sind stumme Boten, die an die Himmelspforte der Vergeltung klopfen, und sie bleibt ihnen nicht verschlossen.
Religion, du Friedensbote! Du heller Stern in dunkler Nacht! Du Hoffnungsstrahl in Schmerz und Tode! Du ewig reiche Wundermacht! Du Anker, stark in Zweifelswogen! Du sich'rer Bord in Sturmeswehn! Weß Herz du hast an dich gezogen, Der kann nicht zagen und vergehn. –