Marcus Tullius Cicero
Die Menschen kommen durch nichts den Göttern näher, als wenn sie Menschen glücklich machen.
Die Göttin des Glückes ist nicht nur selber blind, sondern meistens macht sie auch diejenigen blind, die sie umgarnt hat.
Durch nichts nähern sich Menschen dem Himmel mehr als durch Beglückung von Menschen.
Niemand kann glücklich sein in der Furcht um bedeutsame Dinge.
Wer aber glaubt, er werde unglücklich, wird nicht glücklich sein können.
Glücklichsein gründet nicht in der Weisheit selbst, sondern in den Dingen, die die Weisheit zum Genuss bereitstellt.
Die Fülle des Glücks kann nicht so erfreulich sein wie seine Verminderung verdrießlich ist.
Jemandem, der liebt, meine ich, wird nichts schwer.
Liebe und Logik sind wie Sonne und Mond; wenn das eine Gestirn aufgeht, geht das andere unter.
Lieben aber heißt nichts anderes, als jemanden auszuwählen, den man lieben will – ohne Bedürfnis, ohne das Suchen eines Vorteils.
Jeder muß zufrieden sein mit der Zeit, die ihm zum Leben gegeben wird.
Nichts aber ist liebenswerter und bereichernder als die Ähnlichkeit einer guten Lebensart.
Welche Rolle wir aber selbst spielen wollen, ist abhängig von unserem Willen.
Denn wenn wir einen günstigen Wind nutzen, gelangen wir zum besten Erfolg, und wenn er uns entgegenweht, werden wir zurückgeworfen.
Leben und Tod, Reichtum und Armut bewegen alle Menschen auf das Tiefste.
Die Lage dessen, der durch Not beschwert ist, ist eine andere als die dessen, der bessere Lebensumstände erstrebt, ohne dass die seinigen unglücklich wären.