Martin Luther (1483–1546)

77 Sprüche Renaissance

Glück betört mehr Leute als Unglück.

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Der Glaube bringt den Menschen zu Gott, die Liebe bringt ihn zu den Menschen.

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Die Liebe allein ist eine Tugend und schafft alle anderen Tugenden.

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Es heißt, eine rechtschaffene, göttliche, ganze und völlige Liebe, die niemand verherrlicht noch sich stückelt und teilet, sondern frei gehet über alle.

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Die Erfahrung lehrt, daß durch Liebe weit mehr ausgerichtet werden könne als durch knechtischen Zwang.

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Die völlige Liebe treibt die Furcht aus.

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Wenn rechte Liebe ist, da spricht sie: Ich frage nicht, was du hast oder wie du bist, denn ich will dich.

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Die Liebe wird auch im künftigen Leben bleiben; Glaube und Hoffnung aber werden aufhören.

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Liebe aber, die ist dienstbar und untertan dem, das sie lieb hat.

Luther, Von der Freiheit eines Christenmenschen, 1517

Unser Leben ist gleich wie eine Schiffahrt. Denn gleich wie die Schiffleute vor sich haben den Port, da sie sicher aus aller Gefahr sind, also ist uns die Verheißung des ewigen Lebens auch geschehen, daß wir in derselben gleich wie in einem Port fein sanft und sicher ruhen sollen. Weil aber das Schiff schwach ist, und gefährliche Wetter auf uns einfallen, so bedürfen wir eines verständigen Schiffmanns. Nun ist unser Patron allein Gott, der das Schiff nicht allein lenken will, sondern auch kann regieren, auf daß, da es gleich von ungestümen Sturmwinden hin und her geweht wird, es gleichwohl unversehrt an den Port kommen möge.

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... Niemand wollte es [das Leben] gerne lassen und sterben, da doch immer ein Unglück über das andere käme und wäre da kein Aufhören bis in den Tod.

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Auf dieser Welt muß entweder bald gestorben oder geduldig gelebt werden.

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Denn wir müssen per gradus emporsteigen, auf einer Treppe zu andern Stufen; keiner wird auf einen Hieb der Erste.

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Dieses Leben ist nicht eine Gesundheit, sondern ein Gesundwerden, nicht ein Wesen, sondern ein Werden, nicht eine Ruhe, sondern eine Übung. Wir sind es noch nicht, aber wir werden es.

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Wir sind immer auf dem Wege und müssen verlassen, was wir kennen und haben, und suchen, was wir noch nicht kennen und haben.

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Es soll keiner einen für seinen vertrauten Freund halten, er habe denn zuvor ein Scheffel Salz mit ihm gegessen.

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Weisheit, Verstand und gelehrt sein und die Schreibfeder, die sollen die Welt regieren.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Der Mensch ist zur Arbeit geboren, wie der Vogel zum Fliegen.

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Gott sorgt, aber wir sollen arbeiten.

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Es ist gut pflügen, wenn der Acker gereinigt ist; aber den Wald und die Stöcke ausrotten und den Acker zurichten, da will niemand an.

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"Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dein Brot essen." Und je mehr du nach diesem Gesetz handelst, um so besser ist es. Darum arbeite du und glaube und laß Gott frei walten.

Luther, Predigten. Predigt am fünften Sonntag nach Trinitatis