Wie süß der Ton der Zither erklingt Am nebligen Morgen! Er weckt in mir ein Sehnen nach Glück Und lieblichen Sorgen. Des Lebens holde Freuden, sie stehn So licht vor dem Herzen! Da denk' ich der geschwundenen Zeit Mit Trauer und Schmerzen. So wenig Stellen auf weitem Gebiet, Die freundlich mir lachen! – Ich hätte können glücklicher sein – Und glücklicher machen.
Meyr, Vier Deutsche. Politischer Roman, 3 Bde., 1861
Ein Ideal, der Sonne vergleichbar, Stets unerreicht und unerreichbar, Das, das ist die Liebe, die Krone des Strebens, Die höchste Wonne des Erdenlebens!
Kneschke (Hg.), Deutsche Lyriker seit 1850, 1868. Aus: Was ist Liebe?