Michael Beer (1800–1833)

4 Sprüche Klassik

Nie wirst du das Glück erhaschen, Wenn du die Gunst des Augenblicks nicht ehrst. Die Freude mißt sich nicht nach Ewigkeiten, Sie ist der Augenblicke flücht'ges Kind, Und rasch, wie sie entstand, entflieht die Lust. Sie ist ein selt'ner Gast des düstern Lebens, Drum eile, sie mit heiterm Blick zu fesseln, Wenn sie auf ros'gem Fittich sich dir naht.

Beer, Klytemnestra. Trauerspiel in vier Abteilungen, uraufgeführt am 8. Dezember 1819. 2. Aufzug, 1. Auftritt, Pylades

Des Weibes Herz kennt nur ein Glück auf Erden! Das Glück heißt: lieben und geliebt zu sein.

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Was nennt ihr Leben? Das alltägliche Geschäft des Daseins, Sommer, Herbst und Winter. Und wieder Frühling kommen sehn, und wieder die Blumen morgen welken sehn, die gestern in bunter Frische glühten? Wenn die Jugend hinweggeschäumt ist, mit gelieh'ner Glut den trägen Lauf des greisen Blutes zu spornen? Das wär's allein, was uns die süße Mühe des Atmens wert macht? Nein, mein Freund, es ist ein anderes. Es ist der stille Blick, den wir zurück in's Herz tun – wenn wir dort ein trauliches Gebäude uns erbaut von Wünschen, Hoffnungen und Erinnerungen. Wenn wir zurück in dieses Haus uns flüchten können, bei der Zeiten Wetter, dann ruht sich's sanft im Schoß des Daseins aus.

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Wir selbst sind unser Schicksal.

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