Miguel de Cervantes Saavedra (1547–1616)

18 Sprüche Renaissance

Wer das Glück nicht genießt, solange er es hat, sollte sich nicht beklagen, wenn es vorbei ist.

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Kluge Leute schonen sich heute für morgen und versuchen ihr ganzes Glück nicht an einem Tage.

Cervantes, Don Quijote (El ingenioso Hidalgo Don Quixote de la Mancha), 1605-15

Alles, worauf Liebe wartet, ist Gelegenheit.

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Die Liebe schaut durch eine Brille, die aus Kupfer Gold macht, aus Armut Reichtum und aus Tränen Perlen.

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Amor, der schlaue Plagegeist des menschlichen Geschlechts.

Cervantes, Der Eifersüchtige von Extremadura (El celoso extremeño), 1613

Sag, wie sich die Liebe nährt? Sie gewährt.

Cervantes, Die vornehme Küchenmagd (La ilustre fregona), 1613

Die Liebe ist ein Feind, den man nicht durch Widerstand, sondern einzig durch die Flucht besiegt.

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Abwesenheit, diese einfache Therapie für die Liebe…

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Ich lebe von meinem Wunsch zu leben.

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Alle menschlichen Dinge dauern nicht ewig, sondern neigen sich stets vom ersten Anbeginn herunter, bis sie ihr letztes Ende erreichen, vorzüglich das Leben des Menschen.

Cervantes, Don Quijote (El ingenioso Hidalgo Don Quixote de la Mancha), 1605-15

Es ist nicht so schwer für einen Freund zu sterben, sondern einen Freund zu finden, der es wert wäre, daß man für ihn stirbt.

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Die Zeit läßt alle Dinge reifen – kein Mensch wird klug geboren.

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Wir müssen der Zeit Zeit geben.

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Wohl dem, dem der Himmel ein Stück Brot beschert, wofür er keinem andern als dem Himmel selbst zu danken braucht.

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Da nun die Ehe ein Knoten ist, den erst der Tod wieder löst, so sollen die Bänder, welche diesen Knoten bilden, einander ähnlich sein und aus den gleichen Fäden bestehen.

Cervantes, Die Macht des Blutes (La fuerza de la sangre), in: Novellenzyklus (Novelas ejemplares), 1613

Auf der großen Zeituhr steht ein einziges Wort »Jetzt«. Auf der Straße »Nachundnach« erreicht man das Haus »Niemals«.

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Die Wahrheit bleibt immer über der Lüge wie Öl über dem Wasser.

Cervantes, Don Quijote (El ingenioso Hidalgo Don Quixote de la Mancha), 1605-15

Denn das ist ein redlicher Krieg, und es geschieht Gott ein großer Dienst damit, so böses Gezücht vom Angesicht der Erde wegzufegen.

Cervantes, Don Quijote (El ingenioso Hidalgo Don Quixote de la Mancha), 1605-15