Miguel de Unamuno (1864–1936)

11 Sprüche Realismus

Das Glück ist eine Sache, die man fühlt und erlebt, es läßt sich nicht definieren und durch Vernunft erklären.

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Ewigkeit. Dieses ist unser Sterben; der Durst nach Ewigkeit ist es, den die Menschen unter sich Liebe nennen. Wer liebt, der will sich in dem anderen verewigen. Was nicht ewig ist, das ist auch nicht wirklich.

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Die Liebe ist das Kind der Illusion und die Mutter der Desillusion.

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Selbst die vergessenen Eindrücke beleben mein Denken von der Vergessenheit aus, denn auch die Vergessenheit ist etwas Positives, wie das Schweigen und die Dunkelheit.

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Nur durch das Leben selbst lernt man zu leben, und deshalb muß jeder Einzelne die Lehrzeit des Lebens von neuem beginnen.

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Das Dasein braucht keine Berechtigung, es ist über allem.

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Die einzige Art der Erforschung der weiblichen Physiologie ist die Ehe. Ein unverheirateter Mann wird nie imstande sein, die Seele der Frau zu erkennen.

Unamuno, Nebel (Niebla), 1914, deutsche Erstausgabe 1927

Gott gebe dir keinen Frieden, doch seine Herrlichkeit!

Unamuno, Das tragische Lebensgefühl (Del sentimiento trágico de la vida en los hombres y en los pueblos), 1913. Schlusssatz

Wir merken vor allem dann, daß wir eine Psyche haben, wenn sie uns bedrückt.

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Der Krieg wird jetzt den Franzosen beweisen, daß man für die Ewigkeit und für alle leben muß, nicht aber sein Leben leben. "Il faut vivre sa vie" ist die größte Gotteslästerung.

Unamuno, M., Briefe

In ihrer strengsten Auslegung bedeutet Krieg die Zustimmung zum Morden.

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