Was ist der Liebe Paradies? Ein bißchen bitter, ein bißchen süß, Ein bißchen Lust, ein bißchen Leid, Ein bißchen Fried', ein bißchen Streit, Ein bißchen bejaht, ein bißchen verneint, Ein bißchen gelacht, ein bißchen geweint, Ein bißchen Hitz', ein bißchen Frost, Ein bißchen Wermut, ein bißchen Most, Ein bißchen Zank, ein bißchen Ruh', Ein bißchen Sie, ein bißchen Du, Ein bißchen jen's, ein bißchen dies, Ein bißchen bitter, ein bißchen süß, Das ist der Liebe Paradies!
Die Liebe und die Gegenliebe spielen die vielhändige Ouvertüre zu jeder innigen Empfindung, die Gerechtigkeit deklamiert, recitiert und citiert, und das Glück singt seine große Bravourarie mit Begleitung des vollen Orchesters.
Hoffnung ist der Deckmantel aller Faulheit, die Ausrede des Müßiggängers. Hoffnung ist der Vorwand, die Hände in den Schoß zu legen und seine Sache von der Vorsehung besorgen zu lassen.
Warum sagt man eigentlich dankbar? Weil der Mensch gewöhnlich keinen Dank bar ausdrückt.
Der heutige Weg zur Ehe ist eine einzige Beutelschneiderei. Zuerst führt der Strickbeutel mit dem Tabaksbeutel ein Vorpostengefecht, dann kommt der Geldbeutel und schneidet dem Herzbeutel den Rückzug ab.
In der Liebe verliert man den Verstand, in der Ehe sieht man erst, was man verloren hat.
Die Ehe ist, nach Plato, ein Wiederfinden; das mag wahr sein, aber der redliche Finder wird selten belohnt.
Die Narren reden die Wahrheit; ein kluger Mensch wird nicht so ein Narr sein, und die Wahrheit reden.
Mit der Wahrheit kommt man weit, sagt das Sprichwort. Ja, weil man überall fortgeschickt wird.
Der Wein und die Wahrheit sind sich nur insofern ähnlich, als man mit beiden anstößt.