Paul Gerhardt (1607–1676)

10 Sprüche Aufklärung

Du, Herr, weißt deine Zeit. Mir ziemt nur stets bereit und fertig dazustehen und so hereinzugehen, daß alle Stund und Tage mein Herz ich zu dir trage.

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Wird's aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da du's am mindsten gläubst: Er wird dein Herz lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast.

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Mein Haupt und meine Glieder, die lagen darnieder, aber nun steh ich, bin munter und fröhlich, schau in den Himmel mit meinem Gesicht.

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O Welt, sieh hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod! Der große Fürst der Ehren läßt sich willig beschweren mit Schlägen, Hohn und Spott.

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Was sind wir doch? Was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd?

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Mach in mir deinem Geiste Raum Daß ich dir werd ein guter Baum, Und laß mich wohl bekleiben.

Gerhardt, P., Gedichte. Aus: Geh aus, mein Herz, und suche Freud (14. Strophe). Erstdruck in der 5. Auflage von Johann Crügers Gesangbuch 'Praxis Pietatis Melica', 1653. Heute üblicher Text für den dritten Vers: "Und laß mich Wurzel treiben"

Lobet den Herren alle, die ihn ehren; laßt uns mit Freuden seinen Namen singen und Preis und Dank zu seinem Altar bringen. Lobet den Herren!

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Du meine Seele singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn! Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd; ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.

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Alles Ding währt seine Zeit – Gottes Lieb' in Ewigkeit!

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Gelobt sei Deine Treue, die alle Morgen neue. Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden.

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