Liebe ist ohne Anfang, ohne Ende, und der Mensch ihres Laufes Bett vom Anfang bis zum Ende.
Lieben heißt nicht nur tauschen, lieben heißt geben.
Ohne Enttäuschung wird deine Liebe erst sein, wenn sie die Menschen mit ihren Fehlern umfängt.
Es ist nicht auszudenken, wie groß das Verlangen nach Liebe unter den Menschen ist, und es ist nicht zu begreifen, wie wenige dies Geheimnis ihrer Tiefe ahnen.
Darum vermögen wir die Liebe nicht zu ehren, weil wir nicht dankbar sind. Denn Liebe ist nichts als eine große Dankbarkeit.
Keinen sprach die Liebe selig, der nicht die Fülle hat und die Fülle verschenkt.
Nie soll der Mensch, der das Recht auf die Wahrheit zu haben glaubt, vergessen, dass die Liebe höher als Wahrheit steht.
Wenn Liebe die Brücke von Mensch zu Mensch schlägt, kann sie auch die Kluft überbrücken, die ihn vom Tode trennt.
Ihr bangt vor der großen Stille? Allein in ihr ist nur der, dem ich nichts zu sagen weiß.
Wenn ihr doch lerntet, dass Leben nichts heißt, als den Kranz runden und zu seinem Ursprung zurückkehren!
Wer grübelt, was das Leben sei, der hat es nie gekannt.
Besser einäugig leben, als zweiäugig sterben.
Besser einsam durch den Sommer, als zu zweien durch die Winterkälte wandern.
Spärlich sind die glänzenden Steine wolkenloser Sommertage in den Jahresgürtel gefügt.
Das ist das Leben. Überall Irrtum, allenthalben Fallstricke!
Tragen heißt aufwärts schauen, wenn zu unsern Füßen noch alles im Dunkel liegt.
Auf dem stürmischen Höhenpfad der Erdenwanderung verliert der Mensch viel, ohne dafür anderes zu finden.
Keiner dankt dem Schatten, in dem er wandelt, weil er ihn nicht als geschenkt empfängt.
Sich fügen und in sein Los sich finden kann auch zur Kunst werden.