Auch das Göttliche hat sein Schicksal, und das heißt: einsam sein unter den Menschen.
Überall ist ein Stein im Weg, an dem die Vorübergehenden eine Hemmung finden. Sie nennen es nicht "den Stein im Weg", sie nennen es schonend "Schicksal".
Man murrt über ein Schicksal nicht, man trägt es; man schilt auch nicht über seine Lebensaufgabe, man löst sie.
Die Lebensfrohen haben es eilig, die Welkenden abzustoßen und was krank scheint fallen zu lassen wie lässige Hände eine welke Blume.
Altsein ist auch ein Glück für den, der reifte.
Seltsam ist es, wie der Mensch in der Rückschau des Alters hellsichtig wird.
Wo die Wesenlosen lärmen, schweigt das Leben.
Willst du Menschen auf ihre Echtheit prüfen, so tritt in ihr Haus.
Das Leben drückt jedem seine Prägung auf, und was wir lieben, das werden wir sein.
Wer lotet nach Tiefen, wo er schlechten Grund vermutet?
Es gibt Menschen, die von außen nach innen leben; sie saugen alles um sich her auf. Und es gibt Menschen, die von innen nach außen leben; die haben nicht Erbarmen mit sich selbst, sondern sie leben im Dienst für andere.