Plinius der Ältere

2 Sprüche

Die Hoffnung ist die Säule, welche die Welt trägt.

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Für alle tritt mit der letzten Stunde dasselbe ein, was vor der ersten war, und Gefühl und Bewußtsein gibt es für Seele und Körper nach dem Tode so wenig als vor der Geburt. Menschliche Eitelkeit setzt die Existenz in die Zukunft fort, und erlügt ein Leben in die Zeit des Todes hinein, indem sie der Seele bald Unsterblichkeit, bald Umgestaltung, bald den Unterirdischen Bewußtsein beilegt und Manen verehrt und die zu Göttern macht, die sogar Menschen zu sein aufgehört haben.

Plinius d. Ä., Naturgeschichte (Naturalis historia), ca. 77 n. Chr. 7, 188f. Deutsche Übersetzung bei Ludwig Friedländer in: Darstellungen aus der Sittengeschichte Roms in der Zeit von August bis zum Ausgang der Antonine (3. Teil), Leipzig 1871