Plutarch von Chäronea

23 Sprüche

Unrechtmäßig ist es, wenn man, ohne zu schießen das Ziel treffen, ohne standzuhalten siegen, ohne Tätigkeit eine Unternehmung gut ausführen und als ein schlechter Mensch glücklich sein will.

Plutarch, Parallelbiographien (Vitae parallelae), entstanden ab 96 n. Chr. Aemilius Paulus

Die Knabenliebe stellt sich spät ein, nach der Blüte des Lebens, eine unechte und düstere Liebe, und vertreibt die echte und ursprüngliche.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Liber amatorius. Kap. 5, p 751f

Das Maß des Lebens ist eine Leistung an Gutem, nicht seine Länge.

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Das ganze Leben eines Menschen ist nichts als ein Augenblick. Genießen wir ihn.

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Womit kann man sich eine Freundschaft erwerben? Mit Wohlwollen und Gnade, verbunden mit der Tugend: das ist das Seltenste auf der Welt. Wirklich füreinander da zu sein, ist also nur unter wenigen möglich.

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Ich brauche keinen Freund, der sich jedesmal mit mir verändert und mein Kopfnicken erwidert, denn das tut mein Schatten besser.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen)

Es ist schlimm, erst dann zu merken, daß man keine Freunde habe, wenn man wirklich Freunde nötig hat, und es nicht mehr Zeit ist, falsche und unechte Freunde mit treuen und standhaften zu vertauschen.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Abhandlung, wie man einen Freund vom Schmeichler unterscheiden soll. Übersetzt von Joh. Friedr. Sal. Kaltwasser

Der Menge gefallen heißt den Weisen missfallen.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Über die Erziehung der Kinder, Kapitel 9

Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Haus zu sein. Aber das Verdienst gebührt den Vorfahren.

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Ohne Religion sinkt der Mensch zum Tier herab; es fehlt ihm zu einem blutdürstigen Ungeheuer weiter nichts als Löwenzähne oder Wolfskrallen.

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Die Seelen der Kinder sind dem Wachse gleich; man kann die Lehren, gleich einem Siegel, in dieselbe eindrucken.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Abhandlung von Erziehung der Kinder. Übersetzt von Joh. Friedr. Sal. Kaltwasser (1796)

Ich meine, die Kinder sollen zu rühmlichen Bestrebungen stets durch Ermahnungen und Vorstellungen, keineswegs aber durch Schläge oder Misshandlungen angehalten werden.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Über die Erziehung der Kinder. Übersetzt von Joh. Christian Felix Bähr (1828)

Wem eine edle und wahrhaft fürstliche Erziehung zuteil geworden ist, der hat erst schweigen und dann reden gelernt.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Über die Geschwätzigkeit. Übersetzt von Joh. Friedr. Sal. Kaltwasser

Die Quelle und die Wurzel aller Trefflichkeit ist eine wohlgeordnete Erziehung.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Über die Erziehung der Kinder. Übersetzt von Joh. Chr. Felix Bähr (1828)

Ob aber Eltern aus Geiz, oder Gewissenlosigkeit, oder Unwissenheit, oder sonst einem Grunde die Erziehung ihrer Kinder vernachlässigen, die traurigen Folgen, die dies rächen, bleiben nicht aus.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Über die Erziehung der Kinder. Übersetzt von Joh. Fr. Th. Wohlfarth (1853)

Es ist der Erde unmöglich, auch wenn sie noch so fruchtbar ist, etwas ohne Kultivierung hervorzubringen. So ist es auch mit dem Verstand des Menschen. Ohne Erziehung ist er zu schwach, um die erwarteten Früchte zu geben.

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So soll auch ein Weib keine eigene Leidenschaft besitzen, sondern mit dem Mann Ernst und Scherz, Nachdenken und Lachen teilen.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Ehevorschriften. Übersetzt von Johann Christian Felix Bähr

Lebende Geschöpfe dürfen wir nicht wie Schuhe, Töpfe und Pfannen behandeln, die wir fortwerfen, wenn sie vom Dienst abgenutzt und abgetragen sind.

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Das Alter hat keinen Schmuck außer der Tugend.

Plutarch, Parallelbiographien (Vitae parallelae), entstanden ab 96 n. Chr. Cato

Wie das Gesetz das Diadem und die Krone als Symbol der Herrscherwürde verleiht, so die Natur das graue Haar.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Ob ein Greis noch Staatsgeschäfte treiben soll?

Dies ist das ehrwürdigste, junge Leute gewöhnen, die Wahrheit zu sagen.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Abhandlung von Erziehung der Kinder. Übersetzt von Joh. Friedr. Sal. Kaltwasser