René Descartes (1596–1650)

6 Sprüche Renaissance

Glück ist ein Entschluss.

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Während ich aufmerksamer hierüber nachdenke, wird mir ganz klar, daß ich nie durch sichere Merkmale den Schlaf vom Wachen unterscheiden kann [...].

Descartes, Meditationen über die Grundlagen der Philosophie (Meditationes de Prima Philosophia), 1641

In der Tat ist Gott allein vollkommen weise, das heißt mit dem vollkommenen Wissen aller Dinge begabt; aber man kann auch die Menschen als mehr oder minder weise bezeichnen, je nachdem sie von den wichtigsten Dingen mehr oder weniger Wahrheiten erkennen.

Descartes, Die Prinzipien der Philosophie (Principia philosophiae), 1644. Vorrede zur französischen Ausgabe

Wahr ist alles das, was ich ganz klar und deutlich einsehe.

Descartes, Meditationen über die Grundlagen der Philosophie (Meditationes de Prima Philosophia), 1641

Ich nehme also an, alles, was ich wahrnehme, sei falsch; ich glaube, daß nichts von alledem jemals existiert habe, was mir mein trügerisches Gedächtnis vorführt. Ich habe überhaupt keine Sinne; Körper, Gestalt, Ausdehnung, Bewegung und Ort sind Chimären. Was soll da noch wahr sein? Vielleicht das Eine, daß es nichts Gewisses gibt.

Descartes, Meditationen über die Grundlagen der Philosophie (Meditationes de Prima Philosophia), 1641

Auch die, welche nur langsam gehen, können doch weit vorwärts kommen, wenn sie den geraden Weg einhalten und nicht, wie andere, zwar laufen, aber sich davon entfernen.

Descartes, Abhandlung über die Methode, richtig zu denken und Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen (Discours de la méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences), 1637. Erster Abschnitt. Übersetzt von Julius Heinrich von Kirchmann, 1870