Richard Rothe (1799–1867)

14 Sprüche Klassik

Der ist ein Glücklicher, der, wenn er sich zur Ruhe niederlegt, sich darauf freut, am Morgen wieder aufzuwachen.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Wohl dem, der etwas Größeres als sich selbst lebendig kennt und liebt.

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Den meisten Menschen wird ihr Leben in einer Weise gestaltet, wie sie selbst es sich nicht hätten träumen lassen.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Wie denn überhaupt ohne ein wahres Freundschaftsverhältnis eine erfolgreiche Arbeit an der Selbsterziehung zur Tugend kaum möglich ist.

Rothe, Theologische Ethik, 3 Bde., 1845-48 (2. Auflage in 5 Bänden 1867-71)

Das wichtigste Bedürfniß für einen Christenmenschen (ich meine einen wirklich an Christum Gläubigen) ist (eben für sein Seelenheil), daß er etwas Rechtes zu thun bekomme.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872. Originaltext

Man schilt die Zeit schlecht, weil man nicht die erforderliche Stärke für die Aufgaben besitzt, die sie stellt.

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Dem tüchtigen Menschen, der da lebt, um zu wirken, ist von allen Liebesdiensten, die man ihm innerhalb des Bereiches der bloß konventionellen Freundlichkeit erweisen kann, der größte, daß man seine edle Zeit mit zarter Gewissenhaftigkeit als ein Heiligtum schont.

Rothe, Theologische Ethik, 3 Bde., 1845-48 (2. Auflage in 5 Bänden 1867-71)

Bei einem langen Alter kann an uns leicht wieder einrosten, was ein ganzes Leben mit Mühe blank gearbeitet hatte.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Es gibt Menschen, die in ihrem Alter ihre Jugend haben.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Es ist doch eine Gnade, alt zu werden. Vieles erlebt man erst im Alter.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Stumpf werde ich wohl nicht so leicht werden, aber matt und müde.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Wie die Jugend aus sich heraussingt, so singt das Alter in sich hinein.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Das beständige Schicksal Gottes in seiner Wirksamkeit im Menschen ist, mißverstanden zu werden.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Die halbe Wahrheit findet weit mehr Käufer als die ganze und reine. Diese kostet zu viel Anstrengung des Kopfes und des Herzens.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872