Sophokles

55 Sprüche

Das weitaus schönste Glück ist das plötzliche!

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Keinen Eingebornen Preiset als zum Glück Erkornen, Bis er ohne Leid und Klagen Seinen letzten Tag ertragen, Bis zum Ziele seines Strebens Er gelangt und seines Lebens.

Sophokles, König Ödipus, ca. 429-425 v. Chr

Verständig zu sein ist der Hauptteil des Glücks.

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Des Glückes Welle hebt, die Welle stürzt den Hohen und den Niederen immerzu; kein Seher weiß, wann sie zur Ruhe kommt.

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Nie waltet Im Leben das Glück lauter und frei von Unheil.

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr. V. 609f. Chor. Übersetzt von J. J. C. Donner, 1842

Doch bleibt vom Glanz bräutlichen Blicks mächtig erweckt, siegreich der Liebestrieb, der im Rat beisitzt den großen Ursatzungen. Denn allmächtig ist Aphrodites Lockung.

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr

Ein Wort befreit uns von den Schmerzen des Lebens. Und dieses Wort ist: Liebe.

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Ich wurde nicht geboren um zu hassen, sondern um zu lieben.

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr

Ich mag nicht Liebe, die mit Worten liebt.

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Doch hinfort und alle Zukunft wie vor alters dauert das Gesetz: Keines Menschen Leben erfüllt sich frei von Unheil.

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Nur schön zu leben oder schön zu sterben geziemt den Edlen.

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Nein, das beste ist, zu leben, wie man grade leben kann.

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In Unbewußtheit leben ist das Süßeste, bis man erkennt, was Freude sei, was Schmerz.

Sophokles, Ajax (auch Aias oder Rasender Ajax), ca. 449 v. Chr

Viele, heute befreundet, sind uns morgen Feind.

Sophokles, Ajax (auch Aias oder Rasender Ajax), ca. 449 v. Chr

Der Freundschaft Hafen trügt nur allzu oft.

Sophokles, Ajax (auch Aias oder Rasender Ajax), ca. 449 v. Chr. Ajax

Wer einen edlen Freund verstößt, der stößt sein eigenes Leben fort.

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Du siegst, wenn dich dein Freund besiegt.

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Es welket der Erde Kraft, des Leibes Stärke, Die Treue stirbt, Untreue wuchert auf; Unwandelbar ist auch die Freundschaft nicht, Nicht zwischen Männern und zwischen Völkern, Was heute gefällt, ist morgen widerwärtig; Der eine preiset, was der andere tadelt. Es kommt der Tag, wo fest verschlungne Hände Um leichten Vorwand auseinander fahren Und nach dem Schwerte greifen.

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Welcher Schmerz Kann tiefer uns verwunden, als ein schlechter Freund?

Sophokles, Antigone, ca. 442 v. Chr. V. 647f. Kreon. Übersetzt von J. J. C. Donner, 1842

Weisheit ist der Hauptbestandteil des Glücks.

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Es ist ein schlimmes Schicksal, wissend sein, Wo unser Wissen keinen Dank gewinnt.

Sophokles, König Ödipus, ca. 429-425 v. Chr