Welches ist der rechte Weg, daß ihn der Mensch wähle? – Der den ehrt, der ihn einschlägt, und der ihm Achtung einbringt bei den Leuten. Beachte ein geringes Gebot genau so wie ein wichtiges, denn du weißt nicht, wie sie vergolten werden. Halte gegen den Verlust wegen Einhaltung eines Gebots den dadurch entstehenden Gewinn, und gegen den Gewinn wegen Übertretung den dadurch entstehenden Verlust. Merk auf drei Dinge, und du wirst nicht in Sünde fallen: Beherzige was über dir ist, ein Auge das sieht und ein Ohr das hört, und daß alle deine Werke in ein Buch geschrieben werden.

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel. Rabbi – das ist Juda der Fürst, der Sohn Simons

Tu seinen Willen, als sei es dein Willen, damit er deinen Willen als seinen Willen tue. Brich deinen Willen vor seinem Willen, damit er den Willen anderer vor deinem Willen breche.

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel. Rabban Gamaliel

Akabja, Mahalaleels Sohn, sagte: Auf drei Dinge achte, dann verfällst du nicht der Sünde: Halte fest im Sinn, woher du kommst, wohin du gehst, und vor wem du dereinst Rechenschaft geben mußt. – Woher du kommst: Aus einem stinkenden Tropfen. – Wohin du gehst: An den Ort des Staubs und des Moders und der Würmer. – Vor wem du dereinst Rechenschaft geben mußt: Vor dem König der Könige, dem Heiligen, gepriesen sei er.

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel

Wenn zehn beieinander sitzen und reden über das Gesetz, dann ist Seine Gegenwart bei ihnen, denn es steht geschrieben: Gott steht in der Gemeinde Gottes. [Ps. 82,1] – Und über fünf steht geschrieben: Er ists, der seinen Bund auf der Erde gründet. [Amos 9,6] Der Bund aber bedeutet die Hand. – Und über drei steht geschrieben: Und ist ein Richter unter den Göttern. [Ps. 82,1] – Und über zwei steht geschrieben: Aber die Gottesfürchtigen trösten einer den anderen also: Der Herr merkt auf und hört es. [Mal. 3,16] Und über einen heißt es [2. Mos. 20,24]: Denn an welchem Ort ich meines Namens Gedächtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen.

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel. Rabbi Chalaphta aus Kephar Chananja

Gib Ihm von dem, das Ihm gehört, denn du und das Deine sind ja sein. Und es steht geschrieben von David, da er Ihn lobte: Denn von dir ist alles gekommen, und von deiner Hand haben wir dirs gegeben. [1. Chr. 29,24]

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel. Rabbi Eleazar aus Bartotha

Alle Dinge hat Gott fertig geschaffen; nur den Menschen schuf er auf Hoffnung hin.

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Erfülle den Willen Gottes wie deinen eigenen, dann wird Gott deinen Willen erfüllen, wie seinen; verzichte auf deine Wünsche, dann wird er machen, daß andere auf ihre Wünsche zu Gunsten der deinigen verzichten.

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Sei stark wie ein Tiger, leicht wie der Adler, schnell wie der Hirsch und mutig wie der Löwe, wenn es gilt, den Willen deines himmlischen Vaters zu erfüllen.

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Die Werke des Menschen überleben ihn; Gott aber überlebt seine Werke.

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Baue einen Zaun um die Thora. Unterscheide zwischen zeitbedingter und zeitloser Wahrheit; wage es, die eine zu verändern und die andere zu bewahren.

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel

Sei vorsichtig im Urteil. Was sich als Wahrheit ausgibt, ist oft nur geheiligte Meinung.

Sprüche der Väter, altjüdisches Schrifttum außerhalb des Kanons der Bibel

Wahrheit ist Gottes Siegel.

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Die Wahrheit ist schwer. Darum gibt es nur wenige, die sie ertragen können.

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Die Seele wird nicht satt Ein Bürgersmann, der eine Königstochter geheiratet hatte, umgab sie mit Glanz und Herrlichkeit, jedoch vergebens: alles kam ihr gering vor, nicht der Beachtung wert, weil sie ewig ihre hohe Herkunft im Sinn hatte. So auch die Seele – mag sie der Mensch mit allen irdischen Freuden umgeben, sie wird nicht befriedigt sein, denn sie ist eine Tochter des Himmels.

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Wie Gott alles sieht, selbst aber unsichtbar ist, so ist auch die Seele – das Wesen, unsichtbar, obzwar sie alles ist.

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Die Seele des Menschen ist eine Leuchte Gottes.

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Sei lieber Schwanz bei dem Löwen, als Haupt beim Fuchs.

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Sieh nicht auf den Krug, sondern auf das, was darinnen.

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Am besten erkennt man den Charakter eines Menschen bei Geldangelegenheiten, beim Trinken und im Zorn.

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Ein Mann verrät seinen Charakter durch dreierlei: Wie er trinkt, wie er ein Trinkgeld gibt, wie er die Geduld verliert.

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Prüfe den Inhalt, nicht die Flasche.

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