Tausendundeine Nacht
Alles irdische Glück, das nicht näher zu Gott führt, ist ein Unglück; denn ein Weniges von den Freuden der irdischen Welt führt um ein Großes von der kommenden ab, und viel von der irdischen Welt läßt dich auch das Wenige von der kommenden vergessen.
Des Freundes Herz ist wie Glas – einmal zersprungen, lässt es sich nicht mehr ganz machen.
Was dir geschieht, ist dir von Gott beschieden; doch deines Schicksals Wurzel ist der Traum.
Groll nicht den Wechseln des Schicksals; denn das Schicksal hasst alle Grollenden. Ertrag in Geduld seine Schläge; denn alle Dinge nehmen ein Ende. Wie viele wonnige Freuden kleiden sich in Leid! Und Fröhlichkeit naht, wo du Unheilsschläge schaust.
Bewahre dein Alter vor jedem Schandflecken; denn das Weiße nimmt am leichtesten den Schmutz an!
Preis meinem Herrn, der diesem gibt und jenem versagt. Fischen muß der eine, der andre ißt den Fisch.
Preis unserm Herrn für das, was er denkt und lenkt! Preis unserm Herrn für das, was er beschert und verwehrt!