Theodor Fontane (1819–1898)

101 Sprüche Romantik

Uns gehört nur die Stunde. Und eine Stunde, wenn sie glücklich ist, ist viel.

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Wenn man glücklich ist, sollte man nicht noch glücklicher sein wollen.

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Das Glück – kein Reiter wird's erjagen. Es ist nicht dort und ist nicht hier. Lern überwinden, lern entsagen, und ungeahnt erblüht es dir.

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Bei Lichte besehen sind Ruhe und Glück überhaupt dasselbe.

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Du wirst es nicht zu Tüchtigem bringen bei deines Grames Träumereien, die Tränen lassen nichts gelingen; wer schaffen will, muß fröhlich sein. Wohl Keime wecken mag der Regen, Der in die Scholle niederbricht, Doch golden Korn und Erntesegen Reift nur heran bei Sonnenlicht.

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So muß man leben! Die kleinen Freuden aufpicken, bis das große Glück kommt. Und wenn es nicht kommt, dann hat man wenigstens die "kleinen Glücke" gehabt.

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Es ist und bleibt ein Glück, vielleicht das Höchste, frei atmen zu können.

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Ich denke, dem Glücklichen schlägt keine Stunde, und er soll die glückliche Stunde nicht abkürzen, auch nicht auf die Gefahr hin, einmal unpünktlich zu sein.

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Es gibt kein unbedingtes und ungetrübtes Glück, das länger als fünf Minuten dauert.

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Glück, Glück! Wer will sagen, was du bist und wo du bist!

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Glück ist kein Geschenk Gottes, es ist ein Darlehen!

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Das Glück ist kein Geschenk Gottes, es ist nur ein Darlehen.

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Krankheit und Unglück kommen auf tausend Straßen, aber Glück und Gesundheit auch.

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Denn wenn ich auch nicht ganz bestreiten will, daß es Pechvögel gibt, so gilt doch vom Glück im Ganzen dasselbe wie vom Gold: Es liegt auf der Straße, und der hat's, der's zu finden und aufzuheben versteht.

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Das Glück, wenn es mir recht ist, liegt in zweierlei: Darin, daß man ganz da steht, wo man hingehört, und zum Zweiten und Besten in einem behaglichen Abwickeln des ganz Alltäglichen, also darin, daß man ausgeschlafen hat, und daß einen die neuen Stiefel nicht drücken.

Fontane, T., Briefe. An Gustav Karpeles, 3. April 1879

Jeder glückliche Augenblick ist eine Gnade und muß zum Danke stimmen.

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Das Glück liegt woanders als in aufgetürmten Fünftalerscheinen.

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Gott, was ist Glück: eine Griessuppe, eine Schlafstelle, keine körperlichen Schmerzen - das ist schon viel!

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Nicht Glückes bar sind deine Lenze Nicht Glückes bar sind deine Lenze, Du forderst nur des Glücks zu viel; Gib deinem Wunsche Maß und Grenze, Und dir entgegen kommt das Ziel. Wie dumpfes Unkraut laß vermodern, Was in dir noch des Glaubens ist: Du hättest doppelt einzufodern Des Lebens Glück, weil du es bist. Das Glück, kein Reiter wird's erjagen, Es ist nicht dort, es ist nicht hier; Lern' überwinden, lern' entsagen, Und ungeahnt erblüht es dir.

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Was gibt Glück uns und andern? Fest sein und stetig sein, stetig im Guten.

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Vielleicht kann man glücklich sein, wenn man es sein will. Und ich habe einmal gelesen, man könne das Glück lernen. Das hat mir gefallen.

Fontane, Graf Petöfy, 1884