Genieße feierlich den Augenblick des Glücks, stark zu bleiben für die Zukunft.
Jeder Tag ohne Liebe zu erweisen, oder zu empfangen, ist ein verlorener in Gottes Reich.
Ehe sie den Wert des Lebens erkannt, haben die meisten es schon halb durcheilt.
Mit wenigsten Mitteln das meiste erreichen Ist im menschlichen Wirken das Meisterzeichen.
„Raum für alle hat die Erde“, wer aber gibt jedem die ihm gebührende Zeit?
Unendlich ist der Raum, durch den wir in dunkler Nacht sternenweit schauen, aber bei lichtem Tage bietet er sich fassbar umgrenzt dem Auge. Nie die Zeit: unsichtbar bleibt sie, stumm, unerbittlich, ein Geheimnis dem Menschen, eine Macht, die uns alle unterjocht.
Nütze die Zeit: Die Zeit, so lehrte mein Urgroßvater, hat ein Janusgesicht, von vorn zeigt sie sich Dir jung und frisch: greife sie fest an der Stirnlocke; hinten hat sie eine Glatze.
In Hoffnung schwört Ihr teurere Gelübde, als Ihr in Dank sie einlöst.
Wandle in Hoffnung und Du gewinnst Zuversicht; in der Zuversicht aber wurzelt die Treue: so gelangst Du ans Ziel.
Ja, lerne zeitig begreifen, dass Dein ganzes Leben Dich vorbereiten muss, den Tod zu bestehen.
Strebenheißt leben: vertausche zwei Buchstaben, es genügt, dass alles sich ins Gegenteil fügt:sterben.
Mit dem Alter beginnen die Schwächen des Lebens; umso mehr muss die Seele ihnen standzuhalten bereit sein.
Nicht die Zahl der Jahre, sondern die Erlebnisse altern den Mann, und auch diese dann erst am schwersten, wenn er sie Gott nicht anvertraut.
Es ist das Priesteramt des Greisen, Den Weg zum Himmel uns zu weisen.
Wohl dem, dem nicht körperliche Schwäche, nicht Entsagung, sondern Erfahrungsreichtum, Weisheit die Anzeichen des Alters bringen!
Jugend ordnet unter Begriffe, das Alter unter Erlebnisse.
Dein Alter setze im Kampfe der Meinungen stets als Dein schwächstes Vorrecht an. Zwar ist es von Gott Dir gewährt, gilt aber als solches vor allem Dir selbst.
Endlos ist ziellos; ungemessene Schätze vergeudet man; erst, indem das Leben an den Tod rückt, empfängt es Gestalt und Schwerkraft.
Ich wollte das Alter gern der Jugend gleichsetzen, wenn es nur nicht die Enge der Bewegung, die Schwere der Erinnerung, die Bitternis der Erfahrung hätte.
Später Dank und späte Freuden gleichen der Wintersonne: sie wärmen wenig und wecken müde Kräfte.
Das Alter hat am meisten zu erzählen, aber wie wenige wollen es hören und beherzigen!