Thomas von Aquin (1224–1274)

28 Sprüche Mittelalter

Das Glück des tätigen Lebens liegt im Wirken der Klugheit, durch das der Mensch sich selbst und andere regiert.

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Des menschlichen Lebens letztes Ziel ist Glückseligkeit. Der Name Glückseligkeit meint die äußere Vollendung der geistigen Natur. "Mensch auf dem Wege" heißt einer deswegen, weil er zur Glückseligkeit strebt, "Mensch am Ziel" aber heißt einer deswegen, weil er die Glückseligkeit schon erreicht hat.

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Wähle den Weg über die Bäche und stürze dich nicht gleich ins Meer! Man muß durch das Leichtere zum Schwierigeren gelangen.

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Die geistige Schönheit der Seele ist darin gelegen, daß der Wandel und das Tun des Menschen gemäß und wohl angepaßt sei der geistigen Klarheit der Vernunft.

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Wer einen schweren Weg gegangen, ging ihn für sich und für uns.

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Das Leben führt zur Kenntnis der Wahrheit.

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Die Zukunft allein ist unser Zweck, und so leben wir nie, wir hoffen nur, zu leben.

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Klugheit betrachtet die Wege zur Glückseligkeit; Weisheit aber betrachtet den Inbegriff der Glückseligkeit selbst.

Aquin, Summe der Theologie, bzw. Hauptinhalt der Theologie (Summa theologica), entstanden 1265-73, Erstdruck 1485

Des Weisen Amt: ordnen.

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Nichts gelingt gut, was man nicht mit Freude vollbringt.

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Allmächtiger Gott! Mache mich schlicht ohne Überheblichkeit, ernst ohne Trauer, wahrhaft ohne Täuschung, mutig ohne Furcht, rührig ohne Leichtsinn. Laß meinen Weg gerade und sicher zum Ziel kommen. Laß mich immer auf dich hoffen.

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Habe das Schicksal lieb, denn es ist der Gang Gottes durch die Seele.

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Das höchste Wissen von Gott, das wir in diesem Leben erlangen können, besteht darin, zu wissen, daß er über allem ist, was wir von ihm denken.

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Wenn wir Gott durch unser Schweigen ehren sollen, so ist es nicht, weil wir über ihn nichts zu sagen oder zu erforschen wüßten, sondern weil wir verstehen, daß er unser Begreifen übersteigt.

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Denkmal, das uns mahnet an des Herren Tod! Du gibst uns das Leben, o lebendig Brot. Werde gnädig Nahrung meinem Geiste du, daß er deine Wonnen koste immerzu.

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Gott und was Gott ist, hat nicht ein Ziel, sondern ist das Ziel.

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Gott hat weder Anfang noch Ende, er besitzt sein ganzes Sein auf einmal – worin der Begriff der Ewigkeit beruht.

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Jedes Wesen liebt von Natur auf seine Weise Gott mehr als sich selbst.

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Wohl können wir Gott unser Herz öffnen, aber nicht ohne göttliche Hilfe.

Aquin, Über die Wahrheit (De veritate), entstanden 1256-59

Weder Christ noch Heide erkennt das Wesen Gottes, wie es in sich selber ist.

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Das Erste, was die Gnade tut, ist dies: Sie verleiht göttliches Sein.

Aquin, Kommentar zum Sentenzenbuch des Petrus Lombardus