Volkslied

7 Sprüche

Du, du liegst mir am Herzen, Du, du liegst mir im Sinn, Du, du machst mir viel Schmerzen, Weißt nicht wie gut ich dir bin. Ja, ja, ja, ja, Weißt nicht wie gut ich dir bin. So, so wie ich dich liebe, So, so liebe auch mich, Die, die zärtlichsten Triebe, Fühl ich allein nur für dich. Ja, ja, ja, ja, Fühl ich allein nur für dich. Doch, doch darf ich dir trauen, Dir, dir mit leichtem Sinn? Du, du darfst auf mich bauen, Weißt ja wie gut ich dir bin. Ja, ja, ja, ja, Weißt ja wie gut ich dir bin. Und, und wenn in der Ferne, Mir, mir dein Bild erscheint, Dann, dann wünscht ich so gerne, Daß uns die Liebe vereint. Ja, ja, ja, ja, Daß uns die Liebe vereint.

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Wer das Scheiden hat erfunden, Hat an Liebe nicht gedacht, Sonst hätt er die schönsten Stunden In der Liebe zugebracht. Meine Augen sind voll Tränen, Und mein Herze schwimmt in Blut, Niemals kann ich dich vergessen, Denn du warst mir ja so gut. Könnt ich dich noch einmal sprechen, Könnt ich dich noch einmal sehn, Würdest du, mein Allerliebster, Sicher niemals von mir gehn. Hätt ich Tinte, hätt ich Feder, Hätt ich Zeit und Schreibpapier, Würd ich dir die Zeit aufschreiben, Die du nicht geweilt bei mir. Lieben hast du mich gelehret, Lehrst mich nun, was Leiden sei, Und doch kann ich es nicht fassen, Daß die Zeit des Glücks vorbei Sei es nun, so laß uns scheiden Ohne Gruß und Druck der Hand, Denn es hat sich von uns beiden Unsre Liebe abgewandt. Alles Drängen, alles Wogen, Alles Sehnen ohne Ruh, Alles, alles hat gelogen, Und enttäuscht bin ich und du. Lebe wohl, du falscher Jüngling, Lebe wohl, du falsches Herz! Erst warst du mein ein und alles, Nun bist du mein ganzer Schmerz. Findst du einst im fremden Lande Eine andre, die dich liebt, Sag ihr nichts von meinem Herzen, Sag ihr nur, du kenntest mich. Stehst du einst an meinem Grabe, Deckt mich kühle Erde zu, Denk, was ich gelitten habe, Gönne mir die ew'ge Ruh.

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Das haben wir Beid' erfahren, Was falsche Liebe tut.

Herder, Stimmen der Völker in Liedern, 1807 (posthum). Aus: Das Lied vom eifersüchtigen Knaben

Die Auserwählte Mädele, ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, I hab du gar so gern, i kann di leide. Mädele, ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, I hab du gar so gern, i kann di leide. Bist so lieb und gut, Schön wie Milch und Blut, Du mußt bei mir bleibe, Mir die Zeit vertreibe! Mädele, ruck, ruck, ruck an meine grüne Seite, I hab du gar so gern, i kann di leide. Mädele, guck, guck, guck in meine schwarze Auge, Du kannst dei lieblichs Bild drinne schaue! … Guck no recht drei nei, Du mußt drinne sei; Bist du drinne z' Haus, Kommst au nimme raus. Mädele, guck, guck, guck in meine schwarze Auge, Du kannst dei lieblichs Bild drinne schaue! … Mädele, du, du, du mußt mir den Trauring gebe, Denn sonst liegt mir ja nichts mehr an mei'm Lebe. … Wenn ich di net krieg Gang i fort in Krieg, Wenn i di net hab, Ist mir d' Welt a Grab. Mädele, du, du, du mußt mir den Trauring gebe, Denn sonst liegt mir ja nichts mehr an mei'm Lebe. …

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Er hängt an keinem Baume er hängt an keinem Strick, sondern an dem Traume der freien Republik.

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Denn meine Gedanken Zerreißen die Schranken Und Mauern entzwei, Die Gedanken sind frei.

Brentano/Arnim, Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, 3 Bde., 1805-1808. Band 3, Erstdruck: Mohr und Zimmer, Heidelberg 1808. Aus: Lied des Verfolgten im Turm

Gute Nacht Gute Nacht! Meine Wallfahrt ist vollbracht. Paradieses Ruh' und Frieden Säuseln um den Lebensmüden. Tod, wo ist nun deine Macht? Gute Nacht! Weinet nicht! Bleibt getreu des Lebens Pflicht; Liebt das Wahre, liebt das Gute; Denn es schläft mit frohem Mute Nur der edle Mensch allein Ruhig ein!

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