Wilhelm Dilthey (1833–1911)

6 Sprüche Romantik

Das Leben verlangt gebieterisch eine Leitung durch den Gedanken.

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Das Leben wirft bald tiefe Schatten über unsere Seele, bald teilt es ihr Licht und Freude mit.

Dilthey, Gesammelte Schriften, 26 Bde., 1914-2006. Weltanschauungslehre

Wie eine Insel erhebt sich aus unzugänglichen Tiefen der kleine Umkreis des bewußten Lebens.

Dilthey, Von deutscher Dichtung und Musik. Aus den Studien zur Geschichte des deutschen Geistes. Das musikalische Verstehen, hg. von H. Nohl und G. Misch, Leipzig 1932

Leben und Lebenserfahrung sind die immer frisch fließenden Quellen des Verständnisses der gesellschaftlich-geschichtlichen Welt; das Verständnis dringt vom Leben aus in immer neue Tiefen.

Dilthey, Der Aufbau der geschichtlichen Welt in den Geisteswissenschaften, 1910

Die Wahrheit eines Textes ist nicht objektiv festzustellen.

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Die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir.

Dilthey, Ideen über eine beschreibende und zergliedernde Psychologie, 1894