Zufällig
Zufälliger Spruch von Wilhelm Waiblinger
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Späte Einsicht Die Lieb' ist wie die Sonne, Verwegner Uebermuth, Der schaudernd in der Wonne Der heißen Lebensgluth, Den Lichtquell zu ergründen, In seine Tiefe blickt, Muß da zuletzt erblinden Wo sich sein Herz entzückt. Doch wer nur still bescheiden Das sanfte Licht genießt, Woraus ein Meer von Freuden Für alle Wesen fließt, Wer nie die letzte Quelle, Nur ihre Wirkung sucht, Den labt die Sonnenhelle, Der keine Thräne flucht. So denk' ich oft und meine, Daß ich wohl gut gedacht. Doch wenn ich trostlos weine Hinaus in all' die Nacht, Wenn sich mein Auge wendet Zu Morgensternes Glanz, Da fühl' ich's nicht geblendet, Wohl aber blind es ganz.
Waiblinger, W., Gedichte. Lieder des Römischen Carnevals. Vermischte Gedichte. Erstdruck 1829. Originaltext
gedanken
liebe
romantisch