Wilhelmine von Hillern (1836–1916)

11 Sprüche Romantik

Alles ist schwankend, und nur ein Glück ist sicher: seine Pflicht zu tun bis in den Tod.

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Es mag wohl hart sein, ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es verlor, – aber ein Glück erst zu erkennen, nachdem man es freiwillig von sich gestoßen, das ist ein Schmerz der Reue, der am Leben nagt.

Hillern, Aus eigener Kraft, 3 Bde., 1886-87 (EA: 1872)

Ein Weib, das zum erstenmal wahrhaft liebt, wird zur Jungfrau – sei sie sechzehn oder dreißig Jahre alt.

Hillern, Ein Arzt der Seele, 4 Bde., 1869

Wahre Liebe ist genügsam – sie bescheidet sich mit wenigem, denn ihr ist auch das wenige – viel!

Hillern, Ein Arzt der Seele, 4 Bde., 1869

Es kommt nicht darauf an, wen man liebt – sondern wie man liebt! Eine edle Natur wird immer edel in der Liebe sein, eine gemeine immer gemein.

Hillern, Aus eigener Kraft, 3 Bde., 1886-87 (EA: 1872)

Es ist ein köstlich Ding, arbeiten zu dürfen, was man will.

Hillern, Ein Arzt der Seele, 4 Bde., 1869

Wo ein Sterbender liegt und wo ein großes Glück im Menschenherzen mit dem Tode ringt, da muß es still sein ringsumher und die teilnehmende Liebe verharrt in ehrfurchtsvoller Scheu.

Hillern, Aus eigener Kraft, 3 Bde., 1886-87 (EA: 1872)

Es ist ein gewagtes Ding, die Vorsehung eines andern sein zu wollen, denn alle menschliche Berechnung trügt und die beste Absicht ist nicht Bürge für den Ausgang.

Hillern, Ein Arzt der Seele, 4 Bde., 1869

Keine Zeit ist verloren, in der man nach Wahrheit gestrebt hat.

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Die Schmerzen und Kämpfe einer Seele kann auch nur eine verwandte Seele empfinden.

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Wie klein ist der, welcher andere erniedrigen muß, um sich selbst zu erhöhen.

Hillern, Ein Arzt der Seele, 4 Bde., 1869