Der Lebensfaden eines Menschen sei noch so dick gesponnen, die Liebe weiß doch ihn zur Saite zu spannen, und ihr Stückchen darauf zu spielen.
Reine Seelen sind mehr der Freundschaft fähig, als wenn der Schmutz der Welt sie schon berührt hat; wie Tautropfen auf Blumen leicht in einander fließen, auf der staubigen Heerstraße aber sich abstoßen.
Für gute Gedanken braucht es wenig Worte, nur die schlechten verstecken sich in einem Schwall von Worten.
Der Deutsche hat ein Herz für die Religion, und keinen Stein will er dafür, selbst den Stein der Weisen nicht.
Den Ernst aber werden sie [unsere ungläubige gebildete Welt] kennen lernen in der Todesstunde, und dann werden die Leichtsinnigen inne werden, daß sie eigentlich nur wie in einer Komödie gelebt, nur eine ihnen behagliche Rolle gespielt haben, ohne je an die Wirklichkeit außerhalb ihrer Theateratmosphäre, an die minder glücklichen Zustände der Mitmenschen und an das große Schicksal, welches draußen sich vollzieht, an das Ende aller irdischen Dinge und an ihren eigenen ewigen Beruf zu denken, auf den nicht vorbereitet zu sein sie dann plötzlich mit Schauer und Angst erfüllen wird.
Unter der Schneelast unseres Alters grüne das Immergrün eines guten Gewissens, sprosse das Schneeglöckchen, die Botin des ewigen Frühlings.
Der dreißigjährige Krieg war ein Gewitter bei Nacht, auf das kein Regenbogen folgte.