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Für hochgestimmte Gemüter hat der Bibelgott durch das Lederne der Bücher, in denen er dargestellt wird, viel Abstoßendes an sich.
Gottlos im strengen Sinne des Wortes ist niemand, der sich für eine große Angelegenheit opfern kann.
Die Toren sprechen in ihrem Herzen: »Es ist kein Gott.«
Gott hat nun einmal die Eigenart, daß er die fertigen, braven Ehrenmänner weniger liebt, als die suchenden Seelen, selbst wenn es arme Zöllnerseelen sein sollten.
Wer Gott unter bestimmten Formen sucht, der ergreift wohl diese Form, aber Gott, der in ihr verborgen ist, entgeht ihm.
Wenn ich den Menschen gebildet und ihm von meinem Geist eingehaucht habe, so fallet betend vor ihm nieder.
Gott ist eine Träne der Liebe, in tiefster Verborgenheit vergossen über das menschliche Elend.
Gott hat bei der Bildung des Menschen seine verborgenen Geheimnisse in ihn verschlüsselt, da der Mensch im Wissen, im Denken und im Wirken zum Gleichbild Gottes gemacht wurde.
Nun höre du, o glücklicher Mensch: Gott hat dich nicht geschaffen, daß du ganz zugrunde gehst. Schaue vielmehr eifrig auf ihn, und du wirst in Ewigkeit leben.
Er (Gott) will das Werdende. Menschen aber zerbrechen daran, daß sie Gewordenes nochmals oder daß sie nicht Werdendes wollen. Alle menschliche Schöpferkraft besteht nur darin, im großen göttlichen Wollen und Werden die Stelle zu finden, wo sie in das Werden hineinpassen.
Pantheismus?! die Welt wäre ein verkörperter Gott, und ein Gott hätte sich in dieser Welt verkörpert! – Den müßte doch wahrhaftig der Teufel geplagt haben.
Keiner hat je so geliebt, und so etwas in sich Gutes und in sich Großes, als die Bibel von ihm saget und setzet, ist nie in eines Menschen Herz gekommen und über all sein Verdienst und Würdigkeit. Es ist eine heilige Gestalt, die dem armen Pilger wie ein Stern in der Nacht aufgehet, und sein innerstes Bedürfnis, sein geheimstes Ahnden und Wünschen erfüllt.
Was wir von Gottes Weltregierung sehen können, ist kein genügend großes Stück, um die Schönheit und Ordnung des Ganzen daraus erkennen zu können. So bringt es die Natur der Dinge selbst mit sich, daß jene Ordnung des Gottesstaates, die wir hienieden noch nicht schauen, ein Gegenstand unseres Glaubens, unserer Hoffnung und unseres Vertrauens auf Gott sein muß. Wenn es Leute gibt, die anders darüber urteilen, um so schlimmer für sie. Sie tun Unrecht, wenn sie keinen Gebrauch von den Proben der unendlichen Weisheit und Güte machen, die Gott ihnen gegeben hat, um zu erkennen, daß Er nicht nur zu bewundern, sondern auch über alle Dinge zu lieben ist.
Die Menschen sind durch die unendlichen Bedingungen des Erscheinens dergestalt obruiert, daß sie das e i n e Urbedingende nicht gewahren können.
Gott ist noch mehr in mir, als wenn das ganze Meer In einem kleinen Schwamm ganz und beisammen wär.
Der Himmel verhängt nicht immer Widerwärtigkeiten über uns, um uns zu demütigen, sondern auch, um uns stolz zu machen.