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26202 Sprüche gefunden

Gott hat nicht gewollt, daß der Mensch blind seine Väter und Vorfahren nachahmt. Er hat ihn mit Verstand ausgestattet, damit er mit dessen Hilfe nach der Wahrheit suchen und sie entdecken kann. Was er als wirklich und wahr erkannt, muß er akzeptieren.

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Die Wahrheit stiftet nicht so viel Gutes in der Welt, wie ihr Schein Schlechtes.

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Der Berufene hat (die Wahrheit) als innere Überzeugung, die Menschen der Masse suchen sie zu beweisen, um sie einander zu zeigen. Darum heißt es: Wo bewiesen wird, da fehlt die Anschauung.

Dschuang Dsi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland, übersetzt von Richard Wilhelm 1912. 1. Esoterisches. Buch II. 7. Jenseits der Unterschiede

Nur den starken und tiefen Seelen steht es zu, die Wahrheit zum Hauptgegenstand ihrer Leidenschaften zu machen.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Die Wahrheit wandelt sich in uns so stark, daß die anderen Mühe haben, sich darin auszukennen.

Proust, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit (À la recherche du temps perdu), 7 Bde., Erstdruck 1913-27. Die Gefangene

Die Menge wird sich immer denen zuwenden, die ihr von absoluten Wahrheiten erzählen, und wird die anderen verachten.

Le Bon, Psychologie der Massen (Psychologie des foules), 1895, deutsch von Rudolf Eisler, Leipzig 1912

Das Falsche, kunstvoll dargestellt, überrascht und verblüfft, aber das Wahre überzeugt und herrscht.

Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Meine Sehnsucht nach der Wahrheit war ein einziges Gebet.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Nun also, sehen Sie, einen solchen Menschen des unmittelbaren Handelns halte ich für den wahren Normalmenschen, wie ihn die zärtliche Mutter Natur selbst haben wollte, als sie ihn liebevoll auf der Erde erzeugte.

Dostojewski, Aufzeichnungen aus einem Kellerloch, Erstdruck 1864. III. Übersetzt von Hermann Röhl 1923

Wahrhaft ist nur der Mensch, der nicht lügt, nicht, wer die Wahrheit sagt.

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Siehe, dir gefällt Wahrheit, die im Verborgenen liegt, und im Geheimen tust du mir Weisheit kund.

Altes Testament. Der Psalter (#Ps 51,8)

Die beraubte Fabel Es zog die Göttin aller Dichter, Die Fabel, in ein fremdes Land, Wo eine Rotte Bösewichter Sie einsam auf der Straße fand. Ihr Beutel, den sie liefern müssen, Befand sich leer; sie soll die Schuld Mit dem Verlust der Kleider büßen, Die Göttin litt es mit Geduld. Hier wies sich eine Fürstenbeute, Ein Kleid umschloß das andre Kleid; Man fand verschiedner Tiere Häute, Bald die, bald jene Kostbarkeit. Hilf Himmel, Kleider und kein Ende! "Ihr Götter!" schrien sie, "habet Dank; Ihr gebt ein Weib in unsre Hände, Die mehr trägt als ein Kleiderschrank." Sie fuhren fort, noch mancher Plunder Ward preis; doch eh' man sich's versah, Da sie noch schrien, so stund, o Wunder! Die helle Wahrheit nackend da. Die Räuberschar sah vor sich nieder Und sprach: "Geschehen ist geschehn, Man gibt ihr ihre Kleider wieder, Wer kann die Wahrheit nackend sehn?"

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Die höchste, ja ich möchte sagen die einzige Tugend, die der Mensch besitzen kann, ist die Wahrheit gegen sich und andere.

Tieck, Lebensansicht, 1800

Wenn Epigramme stechen und kitzeln, ruft der Getroffne: Elendes Witzeln! Doch hört er eigner Meinung Bestärkung, dann heißt es: Treffende Bemerkung!

Tonger (Hg.), Wollen und Wirken (der 'Lebensfreude' 2. Bd.). Sprüche und Gedichte, gesammelt und hg. von P. J. Tonger, o.J. (um 1910)

Es mögen diejenigen gegen euch wüten, welche nicht wissen, wieviel es kostet, die Wahrheit zu finden, und wie schwer es ist, sich von Irrtümern frei zu halten.

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Es ist ein Verbrechen, den Frieden zu stören, wo die Wahrheit regiert. Es ist ein Verbrechen im Frieden zu bleiben, wenn man die Wahrheit zerstört. Die Wahrheit ist demnach die erste Richtschnur und das letzte Ziel der Dinge.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Die Wahrheit geht manchmal unter, aber sie ertrinkt nicht.

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Glücklich, für den, wie nahe sie auch zusammenliegen mögen, die Stunde der Wahrheit vor der des Todes schlägt.

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Je mehr Verfolgung, umso offensichtlicher wird die Wahrheit.

Tolstoi, Tagebücher. 1893

Gib dem, der die Wahrheit sagt, ein Pferd, damit er hinterher entwischen kann.

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Verstellung ist für edle Seelen unerträglicher Zwang, ihr Element, worin sie leben, ist Wahrheit.

Engel, Der Fürstenspiegel, 1798