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26202 Sprüche gefunden

Charakter ist viel leichter zu erhalten als wiederherzustellen.

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Ein edles Gemüt des Volkes ist ein sicheres, unauflösbares Band, das alle Glieder beglückend festhält. Es lehrt in dem Schicksale dulden, in dem Kampfe für Recht und Freiheit allem entsagen, um das Gesamtwohl zu verfechten.

Lehmann, Über die Lehrfreiheit, in: Magazin für Pädagogik. Vierteljahrs-Schrift für Volkserziehung und Volksunterricht, 1. Heft, 1. Abteilung, 1849. 1849

Laß, bei gutem Bewußtsein, die Unverständigen schreien, und verfolge getrost deinen Weg! Das Beste ist noch überall gekreuzigt worden.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Lieber ein vervollkommneter Affe als ein entarteter Adam.

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Der wahre Charakter eines Mannes ist an seinen Vergnügungen zu erkennen.

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Ist doch, wie ihr uns sagt, der Mensch zur Erziehung geboren; warum geht er denn meist schlechter davon, als er kam?

Knebel, Literarischer Nachlaß

O unglückselig ist, wer Menschen quält, Weil es im Unglück ihm an Freunden fehlt.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Die Bewährung Der Demant wird nur an dem Demant hell; Der große Geist nur an dem Großen groß; Das reine Herz bewährt sich nur am Reinen.

Conz, C. P., Gedichte

Ein arglos weiser Sinn ist höchste Gottesgabe.

Aischylos, Agamemnon (Erster Teil der Orestie), 458 v. Chr

Ein Mensch, der überhaupt nicht übereinstimmend, d.h. nicht nach Grundsätzen handelt, weder nach guten, noch nach bösen, ist charakterlos, ein schwankendes Rohr, das der Wind des Zufalls hin und her bewegt.

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Wenn das Streben des Menschen sich so konzentriert hat, daß es mit Beharrlichkeit auf einen Zweck gerichtet ist, so sagt man, er besitze Charakter.

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Der mißversteht die Himmlischen, der sie Blutgierig wähnt: er dichtet ihnen nur Die eignen grausamen Begierden an.

Goethe, Iphigenie auf Tauris, 1787. 1. Akt, 3. Szene, Iphigenie zu Thoas

Nichts ist für das Auge so schön wie die Wahrheit für die Seele, und nichts ist so hässlich und abstoßend für den Verstand als die Lüge.

Locke, Ein Versuch über den menschlichen Verstand (An essay concerning human understanding), 1690

Charakter ist ein Nebenprodukt. Er wird in der großen Fabrik der täglichen Pflicht produziert.

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Schlechtigkeit ist eine von guten Menschen erfundene Fabel, die die merkwürdige Anziehungskraft der anderen erklären soll.

Wilde, Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend (Phrases and Philosophies for the Use of the Young), 1894

Alle Bestrebungen sind umsonst, sich etwas zu geben, was nicht in uns liegt – und darüber verscherzt man den Genuß dessen, was man wirklich besitzt.

Schiller, F., Briefe. An Christian Gottfried Körner, 20. August 1788

Durch nichts bezeichnen die Menschen mehr ihren Charakter als durch das, was sie lächerlich finden.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809. Aus Ottiliens Tagebuche

Es gibt Menschen, die ihr Gleiches lieben und aufsuchen, und wieder solche, die ihr Gegenteil lieben und diesem nachgehn.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 5. Bandes 3. Heft, 1826. Einzelnes

Du bleibe deinem Wort in jeder Lage treu! Soll dir der Gute trau'n, der Redliche dich schätzen. Nur der Verworfne hat weder Scham noch Scheu Dies eine Hauptgebot der Ehre zu verletzen.

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Besser ist es, hinkend auf dem rechten Weg zu gehen, als mit einem festen Schritt abseits.

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Ob du von Adel seist, ob nicht? ist nicht die Frage; die Frag' ist, ob du edel seist.

Gleim, J. W. L., Sinngedichte