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26202 Sprüche gefunden

Leben wecken können nur die Glaubensstarken … Das sind die wahren Propheten, die wirklich guten Menschen, die Führer der Menschheit.

Solowjew, Rede über Dostojewski

Vergeudet haben wir unser Leben wenn wir nicht Liebe gegeben.

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Das Leben gleicht eher einem Gemälde als einer exakt zu lösenden Rechenaufgabe.

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Einer acht's, der andre verlacht's, der dritte betracht's, was macht's?

Inschrift. Am Rathaus zu Wernigerode, 1492

Der Mensch muß keine Angst vor dem Tod haben, eher vor dem ungelebten Leben.

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Wer weiß zu leben? Wer zu leiden weiß. Wer weiß zu genießen? Wer zu meiden weiß. Wer ist der Reiche? Der sich beim Ertrag des eignen Fleisches zu bescheiden weiß.

Strauß, Der alte und der neue Glaube, 1872

Meine Freunde, was ist ein großes Leben, wenn nicht eine jugendliche Idee, ausgeführt durch das reife Alter.

Vigny, Cinq-Mars oder eine Verschwörung gegen Richelieu, 1826

Biographien sind nur die Kleider und Knöpfe des Menschen – die Biographie des Menschen selbst lässt sich nicht schreiben.

Twain, Autobiografische Schriften

Das Leben gleicht einem Fluss, nie taucht man zweimal in dasselbe Wasser.

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Das Atmen ist die erste und letzte Handlung im Leben.

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Unser Leben, womit läßt es sich vergleichen? Mit dem Tautropfen, vom Schnabel eines Wasservogels abgeschüttelt, in dem sich nun das Mondlicht spiegelt.

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Jeder Mensch [...] erhält durch seinen Eintritt ins Leben ein Los in dieser bunten Lotterie: aber seine Kraft bestimmt den Einsatz, ihre Veredlung den Gewinn.

Bentzel-Sternau, Das goldne Kalb. Eine Biographie (4 Bde., anonym veröffentlicht), 1802-1804

Es gibt nichts Sinnverwirrenderes, als eines Tages zu entdecken, daß man als der und der lebt.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Lasst uns das Leben genießen, solange wir es nicht begreifen.

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Gequält war' er [Faust] sein Leben lang, Da fand er mich auf seinem Gang, Ich macht' ihm deutlich, daß das Leben Zum Leben eigentlich gegeben. Nicht soll in Grillen-Phantasien Und Spintisiererei entfliehen. So lang man lebt, sei man lebendig.

Goethe, Maskenzug. Bey allerhöchster Anwesenheit Ihro Majestät der Kaiserin Mutter Maria Feodorowna in Weimar, Erstdruck 1819. Mephisto

Es dichtet des Lebens Federkiel Manch' schwer zu verstehende Glosse; Es erlebt mancher ein Trauerspiel, Und der Zuschauer hält's für 'ne Posse.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Summa Summarum! Eine kleine Stellung, ein kleiner Orden (Fast wär ich auch mal Hofrat geworden), Ein bißchen Namen, ein bißchen Ehre, eine Tochter "geprüft", ein Sohn im Heere, Mit siebzig 'ne Jubiläumsfeier, Artikel im Brockhaus und im Meyer ... Altpreußischer Durchschnitt, Summa Summarum, Es drehte sich immer um Lirum Larum Um Lirum Larum Löffelstiel. Alles in allem – es war nicht viel.

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Zwischen uns und der Hölle oder dem Himmel steht nur das Leben.

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Was ist unser Leben als eine Reihe von Präludien, zu jenem unbekannten Lied, dessen erste feierliche Note der Tod anschlägt.

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Wir weben jeden Tag an dem Gewande, das wir mit in die Ewigkeit nehmen und in der Ewigkeit tragen.

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Allerdings ist das Leben nicht eigentlich da, um genossen, sondern um überstanden, abgetan zu werden; dies bezeichnen auch die deutschen Ausdrücke »man muss suchen durchzukommen«, »er wird schon durch die Welt kommen« und dergleichen mehr. Ja es ist ein Trost im Alter, dass man die Arbeit des Lebens hinter sich hat.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen