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26202 Sprüche gefunden

Trotzdem Manchmal vom Regal der Wand hol ich meinen Schopenhauer, einen ›Kerker voller Trauer‹ hat er dieses Sein genannt. So er recht hat, ich verlor nichts: in Kerkereinsamkeiten weck ich meiner Seelen Saiten glücklich wie einst Dalibor.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Larenopfer (1895)

Der größte Fehler des Lebens ist es, dass es stets unvollkommen ist.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 101. Brief. Übers. Internet Originaltext: Maximum vitae vitium est quod imperfecta semper est.

Das Leben ist nur ein langes Verlieren all dessen, was man liebt.

Hugo, Der lachende Mann (auch 'Die lachende Maske' und 'Der Mann mit dem Lachen') (L’homme qui rit), 1869. Übers. Internet

Einzig das Leben ist heilig, und die Liebe zum Leben ist die erste Tugend.

Rolland, Clerambault. Geschichte eines freien Gewissens im Kriege (Clerambault, histoire d’une conscience libre pendant la guerre), 1920

Lass die Furcht vor dem Tod: Töricht ist es, für die ganze Zeit, während du den Tod fürchtest, die Freude am Leben zu verlieren.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 2.3. Übers. Internet Originaltext: Linque metum leti: nam stultum est, tempore in omni, dum mortem metuas, amittere gaudia vitae

Am Beispiel vieler lerne, welchen Taten du nacheifern und welche du vermeiden sollst, das andere Leben ist uns eine Lehrmeisterin.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 3.13. Übers. Internet Originaltext: Multorum disce exemplo, quae facta sequeris, quae fugias, vita est nobis aliena magistra

Obwohl uns nur ein ungewisses und vergängliches Leben zuteil geworden ist, setze deine Hoffnung nicht auf den Tod eines anderen.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.19. Übers. Internet Originaltext: Cum dubia et fragilis nobis sit vita tributa, in morte alterius spem tu tibi ponere noli

Weil das ungewisse Leben in ungewissen Gefahren schwebt, betrachte jeden folgenden Tag als Gewinn für dich.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 1.33. Übers. Internet Originaltext: Cum dubia incertis versertur vita periclis, pro lucro tibi pone diem quicumque sequetur

Da du sterblich bist, sorge dich um sterbliche Dinge.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 2.2. Übers. Internet Originaltext: Cum sis mortalis, quae sunt mortalia cura

Das Leben ist ein Buch; – Willst Du was wissen, so such'! – Doch mit Vorsicht prüfe die Lettern, Denn es läßt sich nicht rückwärts blättern.

Albumblatt, 1881

Versprich dir kein langes Leben: Wohin auch immer du gehst, stets folgt dir als Schatten der Tod des Körpers.

Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 4.37. Übers. Internet Originaltext: Tempora longa tibi noli promittere vitae: quocumque ingrederis, sequitur mors corporis umbra

Fronleichnam Von Glockenschall, von Weihrauchduft umflossen, Durchwogt die Straßen festliches Gepränge Und lockt ringsum ein froh bewegt Gedränge An alle Fenster, – deines bleibt geschlossen. So hab auch ich der Träume bunte Menge, Der Seele Inhalt, vor dir ausgegossen: Du merktests kaum, da schwieg ich scheu-verdrossen, Und leis verweht der Wind die leisen Klänge. Nimm dich in acht: ein Tag ist schnell entschwunden, Und leer und öde liegt die Straße wieder; Nimm dich in acht: mir ahnt, es kommen Stunden, Da du ersehnest die verschmähten Lieder: Heut tönt dir, unbegehrt, vielstimmiger Reigen, Wenn einst du sein begehrst, wird er dir schweigen.

Hofmannsthal, H., Gedichte. Frühe Verse, hier 1890

Wir sollen nicht in uns selbst, abgetrennt und selbstsüchtig leben, sonst sind wir falbe Herbstblätter, die in der Luft flattern, um bald am Boden ganz zu ersterben.

Herder, Das Fest der Grazien (hg. von Friedrich Schiller, in: Die Horen, Stück 11), 1795

Was aber ist die Komödie anderes als ein Spiegel des privaten Lebens?

Melanchthon, Encomion eloquentiae, 1523. Übers. Internet Originaltext: Quid comoedia nisi privatae vitae speculum?

Und nicht hat der schlecht gelebt, der unbekannt geboren wurde und starb.

Horaz, Briefe (Epistolae). I, 17, 10. Übersetzung: Internet Originaltext: Nec vixit male, qui natus moriensque fefellit.

Lebe stets in dem Gedenken daran, wie kurz dein Leben ist!

Horaz, Satiren (Sermones), ca. 42-30 v. Chr. 2, 6, 97. Übers. Internet Originaltext: Vive memor, quam sis aevi brevis!

Niemand lebt nur sich selbst.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Ein gut gestaltetes Leben aber ist ein guter Gewinn.

Stobaios, Eclogae und Florilegium (antike Sammlung von Exzerpten und Lehrmeinungen)

Verwende Sorge darauf, ein anständiges Leben zu führen.

Stobaios, Eclogae und Florilegium (antike Sammlung von Exzerpten und Lehrmeinungen)

Lehre und Leben müssen sich in die Hand arbeiten.

Hippel, Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber, 1794

Es wäre wohl der Mühe wert, ein Leben doppelt oder dreifach zu beschreiben, einmal wie ein allzu warmer Freund, dann wie es [ein] Feind und dann wie es die Wahrheit selbst schreiben würde.

Lichtenberg, Sudelbuch L, 1796-1799