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26202 Sprüche gefunden

Das Meer der Zeit ist nur die Woge auf dem Meere der Ewigkeit.

Jean Paul, Herbst-Blumine oder gesammelte Werkchen aus Zeitschriften, 3 Bde., 1810-20. Drittes Bändchen. V. Die Schönheit des Sterbens in der Blüte des Lebens, und ein Traum von einem Schlachtfelde, 1813

Die Zeit ist die Larve der Ewigkeit.

Jean Paul, Zerstreute Gedanken und Bilder, 1828 (posthum)

Die Zeit ist nur der Fluß, in dem ich angle.

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Die Zeit, die das eine Mal dahinfliegt, wie ein Vogel, schleicht das andere Mal wie eine Schildkröte - aber angenehmer erscheint sie nie, als wenn man nicht sagen kann, ob sie schnell oder langsam verstreicht.

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Versuchen, die Zeit totzuschlagen ... also das Leben totzuschlagen, das ist die schwerste 'Erkrankung' die es gibt.

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Alles, was dir widerfahren mag, war dir von Ewigkeit her so bestimmt, und die Verkettung der Ursachen hat von Anfang an dein Dasein und dieses dein Geschick miteinander verknüpft.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 10,5. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Das Beste der Welt Weistu, was in dieser Welt Mir am meisten wolgefällt? Daß die Zeit sich selbst verzehret, Und die Welt nicht ewig währet.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Flüchtige Zeit Wer die Zeit verklagen wil, daß so zeitlich sie verraucht, Der verklage sich nur selbst, daß er sie nicht zeitlich braucht.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Es blitzt ein Tropfen Morgentau Im Strahl des Sonnenlichts; Ein Tag kann eine Perle sein Und ein Jahrhundert nichts.

Keller, G., Gedichte. Sonnwende und Entsagen. Aus: Die Zeit geht nicht

Zeit ist nur ein Bach, in dem ich angeln gehe.

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Die Zeit verzehrt die Kinder der Zeit; ein Kind der Zeit ist aber auch das Leid, und seine angemaßte Ewigkeit ist nur ein Betrug.

Kierkegaard, Entweder – Oder. Ein Lebensfragment (Enten – Eller. Et Livs-Fragment), Erstdruck unter dem Pseudonym Victor Eremita 1843. Zweiter Teil. Das Gleichgewicht des Ästhetischen und des Ethischen in der Ausarbeitung der Persönlichkeit. Übersetzt von Christoph Schrempf und Wolfgang Pfleiderer, 1922

Ein einzelner Mensch kann einer Zeit nicht helfen oder sie retten, er kann nur ausdrücken, daß sie untergeht.

Kierkegaard, Die Tagebücher 1834-1855, Auswahl und Übertragung von Theodor Haecker, 2 Bde., 1923. 1849

Die Zeit ist Bewegung im Raum.

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Der Raum ist dem Ort, was die Ewigkeit der Zeit ist.

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Zeiten sind für uns wie Örtlichkeiten; wir leben in der einen wie in der anderen; sie umgeben uns, sie berühren, umhüllen uns und formen uns immer durch irgendeinen Eindruck.

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Wer die Zeit anklagt, will sich nur herausreden.

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Die Jahre wissen keinen halt, Sie achten keiner Zügel, Der Mensch wird unversehens alt, Als hätt er schnelle Flügel.

Dach, S., Gedichte. Christoff Schimmelfennig und Anna von Weinbeer, 9. Februar 1632

Flüchtiger als Wind und Welle Flieht die Zeit; was hält sie auf?

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Lied des Lebens

Vergleichung Wie der köstlichste Wein von seinem Boden Geschmack nimmt, Saft und Farbe, so sind wir die Gewächse der Zeit: Dies kocht reifer die Sonne, dem gibt sie süßere Anmut; Aber des Bodens Natur ändert nicht Sonne noch Zeit.

Herder, J. G., Gedichte

Unsere Zeit ist ein großer Wecker! Die grobe eiserne Wanduhr rasselt und ruft mit gewaltigen Schlägen.

Herder, Sophron. Gesammelte Schulreden, 1810 (posthum). Vom Fortschreiten einer Schule mit dem Zeitalter, 1798

In Zeiten großer Gefahr darfst du mit dem Teufel gehen, aber nur bis über die Brücke.

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