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26202 Sprüche gefunden

Ein jeder rühmt die Dankbarkeit, Und in der That läßt man sie selten blicken: Wie ehrerbietig kann die Welt sich vor dir bücken, Bis du dich zeigst zu ihrem Dienst bereit: Doch, nach dem allgemeinen Lauf, Hört die Erkenntlichkeit auch mit der Wohltat auf. Ja, mancher wird sich deiner schämen: Er will bei dir in keinen Schulden stehn, Ob er sich gleich im Unglück nicht entsehn, Die Hilfe von dir anzunehmen.

Deshoulières, Verschiedene Betrachtungen (Réflexions diverses)

Dank ist Lust an der Gab’ und größere Lust noch am Geber.

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [10]

Die mir eine Gabe reichen, umwedle ich, die mir nichts geben, belle ich an, und die Schurken beiße ich.

Diogenes Laertius, Leben und Meinungen berühmter Philosophen. VI, 60. Übersetzt von Otto Apelt (1921). Diogenes Antwort auf die Frage, wie er zu dem Namen Hund (kyon) komme

Dem Mann, der die Geige baut, dankt allein der Klang.

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Dankbarkeit ist ein Zeichen edler Seele.

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Wer Wohltat dir erwies, sei deines Danks gewiß: Die du erwiesest, die vergiß.

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Durch den Tod Goethes bin ich wie eine Witwe, die ihren Mann verliert, ihren Herrn und Versorger. Und doch darf ich nicht trauern. Ich muß erstaunen über den Reichtum, den er mir zugebracht hat. Solchen Schatz habe ich zu bewahren und mir die Zinsen zu Kapital zu machen.

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Die nicht zu danken verstehen, die sind die Ärmsten.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Ein Wiener Stammbuch. Dem Direktor der Bibliothek und des Historischen Museums der Stadt Wien Dr. Carl Glossy zum 50. Geburtstage), 1898

Nicht nach dem Umfang seines Vermächtniß' Wird dem Dichter der Nachwelt Dank; – Mehr ist ein Lied in der Menschen Gedächtniß, Als dicke Bände im Bücherschrank.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1891

In Frieden lebt der Mensch, der Gutes mit Gutem vergilt und, so viel an ihm liegt, niemanden schädigen will.

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Ich hasse jeden, dessen Dankbarkeit erlischt.

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Die Dankbarkeit ist eine Last, und jede Last will abgeschüttelt sein.

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Nie vergessen, daß wir auf den Schultern der Toten stehen! Es führt zu nichts, Fehler und Schuld aufzusuchen, aber es führt ins Helle, Dankbarkeit und Verpflichtung zu fühlen.

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Ich sank hinunter zu der Berge Gründen, der Erde Riegel schlossen sich hinter mir ewiglich. Aber du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, Herr, mein Gott! Als meine Seele in mir verzagte, gedachte ich an den Herrn, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. Die sich halten an das Nichtige, verlassen ihre Gnade. Ich aber will mit Dank dir Opfer bringen. Meine Gelübde will ich erfüllen dem Herrn, der mir geholfen hat.

Altes Testament. Der Prophet Jona (#Jona 2,7-10)

Dank ist ja vielmehr eine Verfassung, denn eine Aussprache.

Rilke, R. M., Briefe. An Karl und Elisabeth von der Heydt

Dank für empfang'ne Wohltat wird ein Edler nie vergessen. Dank für erwies'ne Wohltat wird ein Edler nie erpressen.

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Der mehr ist als seine physische Natur, wird den Kräften, die ihn haben bilden helfen, dankbar sein.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Wer auf Dankbarkeit rechnet, ist ein Händler, aber kein Wohltäter.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Seiner Dankbarkeit rühmt man sich gewöhnlich wie einer erteilten Wohltat.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Ein Dank Das macht mich, Liebste, oft beklommen: Wie dankt dir würdig dies Gemüt? Was hätte, wärst du nicht gekommen, In meinem Garten wohl geblüht? Und wenn du heut mich von dir stießest – Ich war so reich durch deine Huld! Und wenn du morgen mich verließest – Ich bliebe doch in deiner Schuld! Und willst du mich im Scheiden kränken, Und ob du nimmer nach mir fragst – Ich müßte dankbar noch gedenken, Wie lieb du mir im Arme lagst, Und wär' am Wagen deiner Siege Mein Name nichts als eitle Zier, Ich säh' dein Aug', wie einst, und schwiege Und dächt' an einst und dankte dir. Ich hab's gefühlt in sel'gen Schauern: Dies Glück war eine Stunde mein, Doch war's zu herrlich, um zu dauern, Und war zu schön, um treu zu sein; Noch im Besitz sah ich's entschweben, Genießend ahnt' ich den Verzicht – So geht durch unser armes Leben Das Göttliche, doch weilt es nicht. Wer spürt der Ewigkeit Versprechen, Schmückt froh der Frühling sein Revier? Ein Maitag, drin die Knospen brechen Und Falter schwärmen, warst du mir, Und hat der Herbststurm mich verschlagen, War nicht des Lenzes Sonne mein? Und kommt der Frost in rauhen Tagen, Soll ich dem Mai nicht dankbar sein?

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Ausgleichung Einem warf ich im Schiffbruch ein Brett zu. Vom Tode gerettet, Sprach er: Was kostet das Brett? Dankbar bezahl' ich das Holz!

Hebbel, F., Gedichte