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Zwischen der zur Kirche verhärteten Religion und zwischen dem Staate gibt es so wenig irgendein gesundes Verhältnis, als zwei Füße in einem Schuh stecken.
Die Religionen sind der Ausdruck des ewigen und unzerstörbaren metaphysischen Bedürfnisses der Menschennatur.
Die Religion ist eine der herrlichsten und verständlichsten Offenbarungen der Gottheit.
Sie ist Volksgut, so wie Staatsgut; an der Wahrheit der Religionen zu zweifeln, heißt nur einen persönlichen Irrtum hegen; sie bekämpfen, heißt einen Frevel an des Staates Wohlfahrt begehen.
Das ABC des Wissens muss Verständnis für das Nächste, das ABC der Religion Pflichtgefühl für das Nächste sein.
In der behaglichen Gewißheit, mit der ich die Religion der anderen als Dummheit bezeichne, kommt bei mir der Argwohn auf, daß meine ebenso eine ist.
Um des Weltgeistes Leben in sich aufzunehmen und um Religion zu haben, muß der Mensch erst die Menschheit gefunden haben, und er findet sie nur in Liebe und durch Liebe.
Religion und Theologie Sind grundverschiedene Dinge, Eine künstliche Leiter zum Himmel die, Jene die angeborne Schwinge.
Jesus brachte das Licht zur Erde. Seine Jünger machten daraus die Flamme.
Eine Religion, die nicht von der Regierung beschützt wird, entwickelt gewöhnlich mehr Energie und höhere Lebenskraft als eine, die von ihr beschützt wird.
Keine Religion als die christliche hat gelehrt, daß der Mensch als Sünder geboren wird.
Die Religion bedarf keines äußeren Schutzes von Seiten des Staates. Sie steht in ihrer Heiligkeit hoch erhaben über allem irdischen Tun und Treiben. Der Schmutz der Erde kann die himmlische Reinheit ihres Wesens weder erreichen, noch trüben.
Unser Verhältniß ist – wenn Du diesen Ausdruck verstehen kannst – wie die geoffenbahrte Religion, auf den Glauben gestützt. Die Resultate langer Prüfungen, langsamer Fortschritte des menschlichen Geistes sind bei dieser auf eine mystische Weise avanciert, weil die Vernunft zu langsam dahin gelangt seyn würde.
Der religiöse Sinn stirbt gewöhnlich an indirekter Schwäche.
Die Reformation vertauschte eigentlich nur eine Autorität mit der anderen: die Tradition mit der Bibel.
Alles wird gut für den Menschen, wenn er sein Leben von der Arbeit und seine Größe von der Religion herleitet.
Es ist mein Wunsch zu sterben, wie es einem Priester ziemt, ohne Geld und ohne Schulden.
Religion soll Religion bleiben, d. h. Innenkultus des Menschen, mit welchem der äußere Mensch und seine Stellung nichts gemeinsam haben.
Ich möchte keinen Palast als Wohnung haben, denn in diesem Palast würde ich nur ein Zimmer bewohnen.