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26202 Sprüche gefunden
Wer weiß es denn, ob einst in lichten Höh'n Wir alle unsre Lieben wiedersehn, Wer weiß es denn, was einst geschieht mit unsrer Aschen? Ich weiß es nicht − ich lass mich überraschen.
Und senkst du schon die Fackel, Thanatos? Ich fühle, wie das starke Licht sich neigt. Die Schatten fallen breiter auf den Weg. Die Stille wächst, das große Dunkel steigt.
Nur der Schwache, Feige, der Nichtdenker und der Charakterlose können sich mit den Wörtern Schicksal, Zukunft trösten und über die blinde Wirkung dieser unsichtbaren Gespenster seufzen.
Manchmal sieht unser Schicksal aus wie ein Fruchtbaum im Winter. Wer sollte bei dem traurigen An sehn [sic] desselben wohl denken, daß diese starren Äste, diese zackigen Zweige im nächsten Frühjahr wieder grünen, blühen, sodann Früchte tragen könnten, doch wir hoffen's, wir wissen's.
Seele des Menschen, Wie gleichst du dem Wasser! Schicksal des Menschen, Wie gleichst du dem Wind!
So klammert sich der Schiffer endlich noch Am Felsen fest, an dem er scheitern sollte.
Beherzigung Ach, was soll der Mensch verlangen? Ist es besser, ruhig bleiben? Klammernd fest sich anzuhangen? Ist es besser, sich zu treiben? Soll er sich ein Häuschen bauen? Soll er unter Zelten leben? Soll er auf die Felsen trauen? Selbst die festen Felsen beben. Eines schickt sich nicht für alle! Sehe jeder, wie er's treibe, Sehe jeder, wo er bleibe, Und wer steht, daß er nicht falle!
Wer weiß, wie noch die Würfel fallen? Und hat er Glück, so hat er auch Vasallen.
Prüft das Geschick dich, weiß es wohl warum: Es wünschte dich enthaltsam! Folge stumm.
Es kann wohl sein, daß der Mensch durch öffentliches und häusliches Geschick zuzeiten gräßlich gedroschen wird; allein das rücksichtslose Schicksal, wenn es die reichen Garben trifft, zerknittert nur das Stroh, die Körner aber spüren nichts davon und springen lustig auf der Tenne hin und wider, unbekümmert, ob sie zur Mühle, ob sie zum Saatfeld wandern.
Auf allen Pfaden des Lebens führen die Horen dich streng, wie es das Schicksal gebeut.
… Mit des Geschickes Mächten Ist kein ewger Bund zu flechten, Und das Unglück schreitet schnell.
Dein Schicksal ruht in deiner eigenen Brust.
Nicht was wir erleben, sondern wie wir empfinden was wir erleben, macht unser Schicksal aus.
Keiner soll sich hüten oder sich um sein Schicksal kümmern, wenn er das Rechte liebt; sein Geist ist erfüllt, was nützt das andere!
Wir werden vom Schicksal hart oder weich geklopft; es kommt auf das Material an.
Wer darf denn sagen, er stehe fest, wenn auch das Schöne seinem Schicksal so entgegenreift, wenn auch das Göttliche sich demütigen muß, und die Sterblichkeit mit allem Sterblichen teilen!
Es ist ein Geist des Guten in dem Übel, zög ihn der Mensch nur achtsam da heraus.
Das Schicksal ist ein Wechselspiel, Ein rätselhaftes Walten, Und ohn' Erbarmen – wie sein Ziel, Wird es auch dich gestalten. Wohin du auch gehst, was du auch magst beginnen, Glaub'! –: deinem Schicksal wirst du nicht entrinnen.
Wir müssen von ganzem Herzen alles, was uns trifft, willkommen heißen, wir dürfen auch innerlich nicht murren, ja uns nicht einmal wundern.
Was einen treffen kann, kann jeden treffen.