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Das Schicksal eines Volkes erstreckt sich nicht vom Einzelnen auf das Ganze, sondern vom Ganzen auf das Einzelne.
Du greifst in deines eigenen Schicksals Speichen Du greifst in deines eigenen Schicksals Speichen mit Kinderhand, wähnst goldene Liebeskronen zu erreichen, erhaschst nur Tand. Zerstörst vom reinsten Glück die heiligen Blüten mit täppischer Faust – und lebst dein Leben – Trug und Wahn zu hüten –, bis es verbraust!
Es ist schwer, gegen das Verhängnis anzukämpfen, denn es naht unaufhaltsam die Stunde, wo frivoles Menschenwerk zusammenbricht!
Das ist das Schicksal aller holden Dinge: Erkauft mit Thränen und mit Schmerz verloren.
Das Schicksal des Menschen wird durch die Weise bestimmt, in welcher er sich selbst zu betrachten fähig ist.
Wir Menschen führen uns nicht selbst; bösen Geistern ist Macht über uns gelassen, daß sie ihren höllischen Mutwillen an unserm Verderben üben.
Im Schicksal gibt es keine Zufälligkeiten; der Mensch hat sein Schicksal geschaffen, bevor es äußerlich an ihn herantritt.
Oft greift mit eiserner Hand in die Harfe des Lebens, wenn sie am zartesten tönt, gellend das düstre Geschick.
Recht stets behält das Schicksal; denn das Herz In uns ist sein gebieterischer Vollzieher.
Ein Schicksal ist so viel wert, als der Mensch es schätzt.
Es gehört doch eine große Naivität dazu, um zu glauben, es solle helfen, in der Welt zu rufen und zu schreien, als ob hierdurch jemandes Schicksal geändert würde.
Das Schicksal hat mir stets zugelacht, aber nur – um mir die Zähne zu zeigen!
Nicht, was wir erleben, ist unser Schicksal, sondern wie wir’s ertragen.
„Tod oder Leben“ – „Untergang oder Sieg“ heißt das Losungswort, das das Schicksal willig macht.
Das Schicksal ist ein Kläffer, nur Den Feigen fällt es an, Dem Tapfern geht es aus dem Weg, Drum steh' ihm als ein Mann!
Fatum Zweimal hat mich der Tod verschont: Er wollte mich nicht haben: Hunderttausende lägen jetzt tot Und tief in der Grube begraben. Ich aber begann erst recht zu blühn Und den Blütenkelch zu entfalten – Und wie ich der unterirdischen Macht, So trotz' ich den Tagesgewalten. Zum Schicksal ward mir mein Leben, o Gott! Fast drückt die Last mich zu Boden: Berufen bin ich, zu rufen zum Glück Hier all die lebendigen Toten.
Es amüsiert mich immer, wenn Menschen all ihr Unglück dem Schicksal, dem Zufall oder dem Verhängnis zuschreiben, während sie ihre Erfolge oder ihr Glück mit ihrer eigenen Klugheit, ihrem Scharfsinn oder ihrer Einsicht begründen.
Lächle nicht darüber, denn es ist wahr: Deine Gedanken, Worte und Werke werden in das ›Buch des Lebens‹ von keinem Andern als von dir selbst eingetragen.
Das Geschick bewirkt es, daß wir allen anderen ein Gespenst, daß wir selber unsre einzige Wirklichkeit sind. Das Geschick bewirkt es, daß wir die riesenhafte Angel der Welt, daß wir ein Sandkorn sind; daß wir der Stein sind, der zur Lawine wird, der Kiesel, dessen konzentrische Wellenringe über den ganzen Meeresspiegel hinweg weiter und weiter werden.