Alter Sprüche – eltern

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Die Betagten sind nicht die Weisesten, und die Alten verstehen nicht, was das Rechte ist.

Altes Testament. Das Buch Hiob (Ijob) (#Hiob 32,9)

Man schont die Alten, wie man die Kinder schont.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum. 5. Bandes 3. Heft, 1826. Einzelnes

Altern ist einsam werden und die du liebtest begraben; Wohl dir, wenn dir ein Kind hold die Verlornen ersetzt!

Geibel, E., Gedichte. Distichen vom Strande der See, 48.

Jugendthorheit ist auch einer von den vielen mißbrauchten und die eigene Schwäche beschönigenden Ausdrücken, denn wir nennen Thorheit gewöhnlich immer dasjenige, was uns nicht mehr reizt oder wozu wir nicht mehr befähigt sind; die Sehnsucht aber, noch gereizt zu werden oder dazu befähigt sein zu können, lebt dessenungeachtet wehmutsvoll in uns fort.

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Der Schrecken kann den Menschen in kurzer Zeit um viele Jahre älter machen; schon mancher ist über Nacht Großvater geworden.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Seien wir Männer mit den Männern, immer aber Kinder vor Gott, denn in seinen Augen sind wir ja nur Kinder. Selbst das Alter ist vor der Ewigkeit nur der erste Augenblick eines Morgens.

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Wir Alten stehen euch Jungen nach. Wenn der Vater euch nicht gleich zu Willen ist, so sagt ihr ihm ins Gesicht: "Bist du nicht auch einmal jung gewesen?" Der Vater aber kann zum unverständigen Sohn nicht sagen: "Du bist auch einmal alt gewesen!"

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In der Jugend ist man bei seinen Eltern, in späteren Jahren bei seinen Kindern, und im Alter allein.

Stifter, Witiko, 3 Bde., 1865-67

Länder und Seen durchschwommen Brünstig allen Fernen. Wittre nun in den Nächten Nach Ländern über Sternen. Als ich ein Kind war, Glänzte so weit mein Teich, Hinter jedem Wipfel Grünte ein Zukunftsreich. Stützt zu Berg mich, Söhne, Dicht in meine Nähe, Daß ich noch einmal Die kleine Erde sehe.

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Sag dich nicht los von der Unterweisung der Alten, denn auch sie haben von ihren Vätern gelernt.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 8,11)

Die älteren Männer, die sind so geduldig und gut, wirklich, sie lassen die Frauen alles haben.

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In der Jugend erzieht Gott durch das, was er gibt, im Alter durch das was er nimmt.

Unruh (Hg.), Album einer Frau, 2 Bde., 1872 (4. Auflage, anonym veröffentlicht)

Wie die Lunge des Neugeborenen rosig, die des Alten grau ist, so die Seelen – und gar die Hirne!

Gött, Zettelsprüche. Aphorismen, hg. von Volker Schupp und Reinhard Pietsch, Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. 1982